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Leopoldina fordert Impfpflicht für Multiplikatoren und Ausweitung der 2-G-Regeln

Mittwoch, 10. November 2021 – Autor:
In Anbetracht steigender Infektionszahlen fordert die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina schärfere Corona-Maßnahmen. Dazu zählt etwa eine Impfpflicht für Berufsgruppen mit vielen Kontakten und eine Ausweitung der 2-G-Regeln.
Impfen als Notbremse: Die Leopoldina plädiert für eine Impfpflicht für Berufsgruppen, die Kontakt zu vielen anderen Menschen haben

Impfen als Notbremse: Die Leopoldina plädiert für eine Impfpflicht für Berufsgruppen, die Kontakt zu vielen anderen Menschen haben – Foto: © Adobe Stock/ Zeit4men

Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen wird die Forderung nach einer Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen immer lauter. Zu den Befürwortern gehört die Nationale Akademie der Wissenschaften. Leopoldina-Präsident Gerald Haug erklärte dem „Spiegel“, nötig seien jetzt „Impfpflichten für Multiplikatoren“. Damit seien aber nicht nur Pflegekräfte gemeint, sondern auch Lehrpersonal und weitere Berufsgruppen „mit viel Kontakt zu anderen Menschen.“

Mehr 2 G und Änderung der Arbeitsschutzverordnung gefordert

Zudem sollten die 2-G-Regeln, „eine größere Geltungsreichweite“ erhalten, forderte Haug. In den meisten Bundesländern sind die 2-G-Regeln optional, das heißt, Veranstalter können selbst entscheiden, ob sie nur Geimpften und Genesenen Zutritt gewähren.

Haug plädierte außerdem dafür, dass Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten erfragen dürfen. Hierfür sei in der in der Arbeitsschutzverordnung „eine angemessene Regelung“ festzuschreiben.

Die Forderungen der Leopoldina gehen deutlich über die Pläne der Ampel-Koaltionsparteien SPD, Grüne und FDP hinaus. Eine Impfpflicht für bestimmte Gruppen ist darin nicht vorgesehen und die Ausweitung der 2G-Regeln soll weitgehend den Ländern überlassen werden. Die drei Parteien wollen am Donnerstag darüber beraten.

 

Neue Medikamente gegen Corona & Co

In einer neuen Ad-hoc-Stellungnahme weist die Leopoldina unterdessen darauf hin, dass SARS-Cov-2 dauerhaft in Teilen der Bevölkerung zirkulieren wird. Auch nach Abklingen der Pandemie sei mit schweren Verläufen und Todesfällen zu rechnen. Impfungen könnten nur bedingt davor schützen, heißt es. Darum empfehlen die Leopoldina-Experten, verstärkt neue antivirale Medikamente zu entwickeln– „zur Behandlung von Covid-19 und zur Vorbereitung auf neue pandemische Erreger.“

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Corona , Medizin
 

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