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20.03.2019

LED-Licht: Kann es eine altersbedingte Makuladegeneration fördern?

Studien haben belegt, dass LED-Licht, wie es in Smartphones und Tablets vorhanden ist, unseren Schlafrhythmus stören kann. Aber nicht nur das: Neuen Untersuchungen zufolge kann der hohe Anteil blauen Lichts auch die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) fördern.
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LED-Licht kann langfristig den Augen schaden

Spät abends noch mal schnell die E-Mails auf dem Smartphone checken, Nachrichten lesen oder ein YouTube-Video anschauen - all das stört unseren Schlafrhythmus, wie Studien zeigen. Doch Forscher fanden nun noch mehr heraus: Das Licht von LED-Lampen könnte auf Dauer schädlich für die Augen sein, wie eine Studie des französischen Instituts für Gesundheit und Medizinforschung zeigt. Den Untersuchungen zufolge kann der hohe Anteil blauen Lichts die Entwicklung einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) beschleunigen.

Bei der AMD kommt es zu einem fortschreitenden Verlust der Sehschärfe. Betroffen sind meist ältere Menschen – und es werden immer mehr. Schon heute ist die AMD für jede zweite Erblindung verantwortlich. Heilbar ist die Erkrankung nicht, doch man kann ihr entgegenwirken. Blaues Licht kann den Prozess hingegen offenbar noch beschleunigen, vor allem, wenn das Auge dem Licht ungeschützt ausgesetzt ist - also zum Beispiel beim Fernsehen oder bei der Arbeit am Bildschirm. Das teilten die französischen Forscher nun mit.

Blaues Licht gelangt ungehindert in die Netzhaut

Warum aber sind gerade LED-Lampen so gefährlich? Das liegt daran, wie sie ihr Licht zu erzeugen. Damit das menschliche Auge weißes Licht wahrnimmt, mischen LED-Lampen blaues und gelbes Licht. Das blaue Licht ist dabei das problematische, da es die Hornhaut ungehindert passieren und Entzündungsprozesse in der Makula auslösen kann. In diesem Bereich der Netzhaut sitzen die farbempfindlichen Sinneszellen am dichtesten beieinander. Zugleich ist hier der Kernpunkt des scharfen Sehens. Wie die aktuelle Studie nun gezeigt hat, kann das Licht der LED die Sinneszellen in diesem Bereich offenbar langfristig schädigen. Zwar wurden diese Effekte bislang nur in Tierversuchen nachgewiesen, doch die Forscher gehen davon aus, dass sich ähnliche Ergebnisse beim Menschen zeigen lassen.

 

Blaulichtfilter sollen Augen schützen

Viele Hersteller haben sich inzwischen auf die neuen Erkenntnisse eingestellt. So gibt es in neueren Smartphones und Monitoren meistens einen sogenannten „Nachtmodus“, mit dem man den Blauanteil des Lichts reduzieren kann. Der Bildschirm wirkt dann leicht gelbstichig, was für die Augen entspannender ist. Man kann aber noch mehr tun: So sollten andere LED-Leuchten im Raum, die besonders hell sind, so positioniert werden, dass man nicht direkt hineinschaut. Zudem sollten beim Lesen an Bildschirmen sowie beim Fernsehen noch andere Lichtquellen im Raum eingeschaltet werden, denn im Dunkeln sind die Pupillen weit gestellt, so dass besonders viel blaues Bildschirmlicht ins Auge gelangt.

Spezielle LED-Lampen sollen Problem reduzieren

Inzwischen sind aber auch LED-Lampen auf dem Markt, die einen gelb-orange eingefärbten Glaskörper besitzen. Diese Tönung filtert den blauen Anteil im Licht fast komplett heraus – dadurch wird die Gefahr für die Augen minimiert. Die Hersteller verkaufen solche Lampen häufig unter Bezeichnungen wie "Retro", "Vintage" oder "Kaminfeuer. Damit soll in erster Linie eine gemütlichere Atmosphäre erzeugt werden, doch im Nebeneffekt kann man auch noch etwas Gutes für seine Augen tun.

Ein großes Problem aller Erkrankungen der Netzhaut ist, dass sie komplett schmerzfrei sind, weil die Netzhaut keine Schmerzfasern besitzt. Eine Netzhauterkrankung kann man deshalb nicht am Warnsignal Schmerz erkennen. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist daher sinnvoll.

Foto: © larshallstrom - Fotolia.com

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Hauptkategorie: Medizin
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