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13.06.2019

Künstliches Licht beim Schlafen lässt Frauen zunehmen

Mit laufendem Fernseher einzuschlafen kann zu einer Gewichtszunahme führen. Denn künstliches Licht während der Schlafenszeit erhöht bei Frauen das Risiko für Übergewicht und Adipositas. Das ergab eine US-Studie.
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Künstliches Licht während des Schlafes hat ungünstige Auswirkungen auf die Gesundheit

Das Schlafen bei angeschalteten Fernseher oder einer andere künstlichen Lichtquelle wie Computer- oder Handy-Bildschirm ist ein Risikofaktor für Gewichtszunahme und Adipositas. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern des US-amerikanischen National Institute of Health i(NIH). Sie wurde im Fachmagazin JAMA Internal Medicine veröffentlicht.

Das Forschungsteam wertete dafür Fragebogen-Daten von 43.722 Frauen aus der Sister-Study aus, einer Kohortenstudie, in der Risikofaktoren für Brustkrebs und andere Krankheiten untersucht wurden. Die Teilnehmerinnen im Alter von 35 bis 74 Jahren hatten keine Krebs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Vorgeschichte und waren zu Beginn der Studie keine Schichtarbeiter, Tagesschläfer oder Schwangere.

Künstliches Licht beim Schlafen lässt Frauen zunehmen

Im Fragebogen wurde gefragt, ob die Frauen ohne Licht, mit einem kleinen Nachtlicht, Licht außerhalb des Raums oder mit Licht oder Fernseher im Raum schliefen. Außerdem verwendeten die Wissenschaftler Gewichts-, Größen-, Taillen-, Hüftumfangs- und Body-Mass-Index-Messungen zu Studienbeginn und beim Follow-up fünf Jahre später.

Ergebnis: Die Verwendung eines kleinen Nachtlichts war nicht mit einer Gewichtszunahme verbunden, während Frauen, die mit Licht oder Fernseher schliefen, in der Nachbeobachtungszeit mit einer um 17 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit 5 kg zugelegt hatten. Schlaf bei künstlichem Licht lässt Frauen also zunehmen.

 

Natürlicher Hell-Dunkel-Rhythmus ist gestört

Koautorin Dr. Chandra Jackson merkt dabei an, dass bei in Städten lebenden Menschen Licht in der Nacht häufiger sei. Straßenlaternen, Leuchtreklamen und andere Lichtquellen können dabei das Schlafhormon Melatonin und den natürlichen 24-Stunden-Hell-Dunkel-Zyklus (circadianer Rhythmus) unterdrücken. "Der Mensch ist genetisch an eine natürliche Umgebung angepasst, die tagsüber aus Sonnenlicht und nachts aus Dunkelheit besteht", sagte Jackson in einer Pressemitteilung des NIH.

Die nächtliche Exposition gegenüber künstlichem Licht kann die Hormonausschüttung und andere biologische Prozesse auf eine Weise verändern, die das Risiko für gesundheitliche Probleme wie Übergewicht erhöht. Das Ausschalten des Lichts vor dem Schlafengehen könnte demnach die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Frauen übergewichtig werden.

Unabhängig von Kalorien-Verbrauch und körperlicher Aktivität

Die Ergebnisse blieben bestehen, wenn andere Einflussfaktoren wie das Alter, der sozioökonomische Status, der Kalorienverbrauch und die körperliche Aktivität betrachtet wurden. Bekannt ist bereits, dass schlechter Schlaf mit Adipositas und Gewichtszunahme verbunden ist.

Foto: drobot dean/fotolia.com

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