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Krankenhauskeim in Peelingmaske? dm ruft Produkt zurück

Dienstag, 28. November 2017 – Autor:
Die Drogeriekette dm ruft die alverde naturschön Peelingmaske 100 ml zurück. Sie könnte mit einem Krankenhauskeim kontaminiert sein, der gegen viele Antibiotika resistent ist.
Peelingmaske

dm ruft bestimmte Chargen dieser Peelingsmaske zurück

Die Drogeriekette dm ruft die alverde naturschön Peelingmaske 100 ml mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 09/2019 und 10/2019 zurück. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist leicht auf dem Etikett zu erkennen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es sei nicht auszuschließen, dass in den Tiegeln vereinzelt den Erreger Pseudomonas aeruginosa enthalten sei. Bei bestehenden Hautverletzungen könnte es in Einzelfällen zu einer Infektion mit diesem Keim kommen, so dm. Die Kunden werden gebeten, diese Charge nicht zu verwenden und die ungeöffnete oder bereits angebrochene Ware in die dm-Märkte zurückzubringen. Der Kaufpreis wird erstattet.

Pseudomonas aeruginosa löst Lungenentzündung und Sepsis aus

Pseudomonas aeruginosa zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen von im Krankenhaus erworbenen (noso­ko­mialen) Lungen­ent­zün­dungen, Wund- und Harn­wegs­infek­tionen. Die Bakterien können auch eine Blut­vergiftung (Sepsis) auslösen. Noso­ko­miale Lungen­ent­zündung und Sepsis sind mit einer hohen Sterb­lichkeit verbunden.

Die meisten P. aeruginosa-Stämme sind von Natur aus gegen eine Vielzahl von Anti­biotika resistent. Daher wird derzeit intensiv an einem neuen Wirkstoff gegen den Erreger gearbeitet. Erste Erfolge erzielten Wissenschaftler mit einem so genannten Pathoblocker, der anderes wirkt als Antibiotika.

 

Krankenhauskeim kann durch mangelnde Hygiene übertragen werden

In erster Linie erkranken Patienten mit einem geschwächten Immunsystem – weil sie wegen einer Krebserkrankung immunsuppressive Medikamente erhalten oder etwa wegen einer Aids-Erkrankung an einer schlechten Immunabwehr leiden. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI).

Das natürliche Reservoir von Pseudomonas aeruginosa sind Feucht­habitate in der Umwelt. Der Erreger ist aber auch in Feucht­bereichen von Kliniken zu finden. In erster Linie infizieren sich die Betrof­fenen durch Kontakt mit dem Erreger in der Umwelt. Dieser wird dann in die Klinik hineingetragen. Inner­halb von Kliniken kommen auch Über­tra­gungen von Patient zu Patient vor,  zum Beispiel bei mangelnder Hygiene über die Hände des Pflege­personals.

Foto: fotolia.com

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