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12.12.2019

Kinderkrebszentrum der Charité nimmt erst ab Weihnachten wieder neue Patienten auf

Das Kinderkrebszentrum der Berliner Charité nimmt derzeit keine neuen Patienten auf. Grund ist fehlendes Fachpersonal. Spätestens ab der Weihnachtswoche soll der Engpass behoben sein.
Kinderonkologie der Charité Aufnahmestopp

Wegen fehlendem Fachpersonal kann die Kinderonkologie der Charité aktuell keine neuen Patienten mehr aufnehmen

Die Klinik für Kinderonkologie der Charité kann vorübergehend keine neuen Patienten aufnehmen. Das teilte das Universitätsklinikum am Mittwoch mit. Alle bereits laufenden Patientenbehandlungen seien aber gesichert, so dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer Patientengefährdung gekommen sei, versicherte das Klinikum.

Auch für die neuen Patienten wurden offenbar Lösungen gefunden. So hat die Kinderonkologie in Berlin-Buch nach Absprache zwei Patienten aufgenommen.

Jede fünfte Stelle aktuell nicht besetzt

Am Dienstag hatte der rbb bereits über den Aufnahmestopp berichtet. Charité-Vorstand Professor Ulrich Frey erklärte dem Sender, derzeit sei jede fünfte Stelle in der Kinderonkologie nicht besetzt; de facto fehlten 10 von 50 Mitarbeitern, vor allem im Pflegebereich. Die Entscheidung, derzeit keine neuen Kinderkrebspatienten aufzunehmen, sei den Verantwortlichen nicht leichtgefallen, so Frey. Mit diesem Personalbestand könne das Kinderkrebszentrum alle laufenden Behandlungen und Chemotherapien sichern, für weitere Patienten gebe es aber keine Ressourcen mehr.

 

Engpass noch bis Weihnachten

Spätestens in der Weihnachtswoche soll der aktuelle Engpass überwunden sein. Dann, so hofft Charité-Vorstand Frey, werden drei Spezial-Pflegekräfte in die Kinder-Onkologie zurückkehren und die Charité werde wieder neue Kinderkrebspatienten aufnehmen können.

Die Charité verweist darauf, dass alle universitären Kinderkliniken in Deutschland unter dem Mangel an hochspezialisierten Pflegekräften leiden. Im Rahmen des aktuellen Engpasses habe man kollegialen Kontakt mit anderen pädiatrisch-onkologischen Zentren aufgenommen. Außerdem seien eine Reihe kurzfristiger Maßnahmen ergriffen worden, um den aktuellen Einschränkungen zu begegnen.

Foto: Charité

Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik
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