. TÜV Rheinland

Keime können auch im Computer stecken

Zu viel Computerspielen schädigt womöglich nicht nur die neuronalen Netze und die sozialen Netzwerke, sondern kann auch zu bakteriellen Erkrankungen führen. Davor warnt der TÜV Rheinland.

Frühstück auf der Tastatur? Besser nicht! Das kann zu Keimen führen!

Denn wer lange am Computer sitzt, der ist auch vielen Keimen und Bakterien ausgesetzt: „Vor allem an Geräten, die von vielen Menschen benutzt werden, sammeln sich Keime, Bakterien und Pilzsporen. Solche Keime und Bakterien halten sich bei Raumtemperatur mehrere Tage, Sporen von Pilzen sogar mehrere Monate“, warnt der TÜV Rheinland. Deshalb sollten Monitore und Tastatur immer wieder gereinigt werden. "Für gesunde Menschen ist der Kontakt mit Keimen in der Regel kein Problem. Anders ist das bei schwachem Immunsystem oder bei Erkältungswellen. Dann besteht erhöhte Infektionsgefahr", wird Dr. Wiete Schramm, Ärztin bei TÜV Rheinland, in einer Pressemitteilung zitiert. Die Übertragung von Krankheitserregern erfolge hauptsächlich über die Hände: „Weil Menschen sich häufig ins Gesicht fassen, bringen sie eigene Keime auf die Steuergeräte. Von dort gelangen sie zurück in Augen, Nase oder Mund“, so der TÜV.

Computer und Co sollten immer wieder gereinigt werden, damit sich Keime nicht festsetzen können

Damit sich Keime und Bakterien nicht weiter vermehren, sollten Tastatur, Maus, Controller und Joystick regelmäßig gereinigt werden, empfiehlt der TÜV Rheinland. Wenn die Herstellerangaben nichts anderes empfehlen, reiche in der Regel ein feuchter Lappen mit handelsüblichem Spülmittel. Geräte sollten jedoch erst vom Stromnetz getrennt oder die Batterie herausgenommen werden. Nicht empfehlenswert seien Lösungsmittel und Scheuermilch oder die Reinigung per Tastatursauger und Druckluft.

Unterwegs sollten Computernutzer Desinfektionstücher benutzen, um Keime zu entfernen

Hinzu rät der TÜV: „Regelmäßiges Händewaschen ist der effektivste Schutz vor Krankheitserregern. Vor dem Essen sorgt es dafür, dass Keime nicht auf das Essen geraten. Nach dem Essen verhindert Händewaschen, dass Essensreste oder Fett auf die Spielgeräte gelangen und einen Nährboden für weitere Keime bilden.“  Generell sollte niemand über der Tastatur oder beim Spielen essen", so Dr. Schramm. 

Foto: Fotolia - Cherries

Autor: Cornelia Wanke

Weitere Nachrichten zum Thema Keime

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Prominente wie Lady Gaga und Selena Gomez leiden daran: Lupus erythematodes. Die Autoimmunerkrankung kann innere Organe angreifen und ist bis heute nicht heilbar. Medikamente könnend das überschießende Immunsystem jedoch bremsen.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.