. Pollenallergie

Kasse rät: Jetzt noch Immuntherapie gegen Heuschnupfen starten

Vor dem Start der Pollenflug-Saison rät die Barmer GEK jetzt noch rasch zu einer Immuntherapie, der Hyposensibilisierung. Denn der Heuschnupfen sei wegen der drohenden Folgeerkrankungen ernstzunehmen.
Gräserpollen sind meist erst ab April unterwegs

Gegen Gräserpollen ist jetzt noch eine Immuntherapie möglich

Bis zu 40 Prozent der Menschen mit Heuschnupfen könnten später einmal allergisches Asthma bekommen, wenn sie nicht sorgfältig behandelt werden. Dabei könnte eine Immunisierung gegen Baum-, Strauch- und Gräser-Pollen maßgeblich dazu beitragen, dass tausende Asthma-Erkrankungen erst gar nicht eintreten.

"Einen Heuschnupfen sollte man wegen der drohenden Folgeerkrankungen sehr ernst nehmen, auch wenn die Symptome nach einiger Zeit abklingen. Eine Immuntherapie ist daher sinnvoll", sagt Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der Barmer GEK. Sie empfiehlt, sich vom Arzt dazu genau beraten zu lassen, heißt es in einer Mitteilung der Kasse.

Immuntherapie gegen Heuschnupfen jetzt noch starten

Rund 13 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Heuschnupfen, darunter eine Million Kinder. Eine laufende Nase, juckende Augen und ein Gefühl der Mattigkeit sind typische Symptome. Am heftigsten reagieren Allergiker auf Birken-, Erlen-, Hasel- sowie Gräserpollen. Hasel- und Erlenpollen können schon vorhanden sein, die Birkenpollen folgen ab Februar, Gräserpollen kommen erst ab April auf.

 "Wer sich jetzt noch vor Gräserpollen schützen möchte, sollte rasch eine vorsaisonale Immuntherapie starten", rät Petzold. Bei der Hyposensibilisierung lernt die körpereigene Abwehr, auf Allergene weniger oder gar nicht zu reagieren, indem sie mit ihnen bewusst in Kontakt gebracht wird.

 

Immuntherapie gegen Heuschnupfen dauert drei Jahre

"Die Immuntherapie dauert drei Jahre, aber der Aufwand lohnt sich. Die Hyposensibilisierung ist vor allem erfolgreich, wenn sie bei ersten Anzeichen einer Pollenallergie beginnt", sagt Petzold. Bei der subkutanen Immuntherapie wird das Allergen mit steigender Dosis wöchentlich und später monatlich unter die Haut gespritzt.

Die Kurzzeit-Therapie beschränkt sich auf einige Spritzen vor der Pollenflugsaison, jedoch ebenfalls über drei Jahre. Bei einer anderen Variante der Immuntherapie bekommt man die Allergene als Tropfen oder Tabletten. Die Immuntherapie ist eine Kassenleistung. Von Januar bis Oktober 2015 wurde mehr als 36.000 Barmer GEK Versicherten diese Therapieform verordnet.

Foto: Ingo Bartussek

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Heuschnupfen

| Heuschnupfen geht häufig mit einer Nahrungsmittelallergie einher. Rohes Obst und Nüsse werden dann nicht vertragen und können zu Schwellungen an der Zunge, den Lippen und des Rachens führen. Besonders Birkenallergiker sind von einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie betroffen.
| Wer an einer Pollenallergie leidet, muss deshalb nicht grundsätzlich auf Kontaktlinsen verzichten und sie wieder gegen eine Brille eintauschen. Ein bisschen Augen-Knowhow und einige wenige Verhaltensregeln helfen dabei, die Augen in der Allergiesaison zu schonen, zu schützen und vor Schäden zu bewahren.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Nachdem KBV-Chef Andreas Gassen Maßnahmen gegen das Ärzte-Hopping in Deutschland gefordert hat, meldet sich nun auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) zu Wort. Er plädiert dafür, allzu häufige Arztbesuche von Eltern mit ihren Kindern zu begrenzen.
. Top-Termine
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin Mehrzweckraum, EG

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Senioren fühlen sich heute jünger als früher – und sind es Studien zufolge auch. Doch woran liegt das und was bedeutet Alter heute überhaupt? Über diese und andere Fragen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem renommierten Alternspsychologen Prof. Dr. Hans-Werner Wahl gesprochen.
Das massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners hat in diesem Jahr bei besonders vielen Menschen zu allergischen Reaktionen der Haut führt. Die giftigen Brennhaare der Raupen können aber auch sprichwörtlich ins Auge gehen. Am Universitätsklinikum Münster mussten diese Woche sechs Menschen am Auge operiert werden. Dr. Lamis Baydoun, Oberärztin der UKM-Augenklinik, berichtet, was vorgefallen ist.