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Junk Food beeinträchtigt die Appetitkontrolle

Montag, 24. Februar 2020 – Autor:
Nahrung mit einem hohen Fett-, Salz- und Zuckergehalt wie Pommes frites, Burger und Milkshakes - Junk Food- verändert bereits nach einer Woche die Gedächtnisfunktion und beeinträchtigt die Appetitkontrolle.
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Junk Food macht Appetit auf mehr, das zeigt eine Studie – Foto: ©Elena - stock.adobe.com

Nahrung mit einem hohen Fett-, Salz- und Zuckergehalt wie Pommes frites, Burger und Milkshakes verändert bereits nach einer Woche die Gedaächtnisfunktion und beeinträchtigt die Appetitkontrolle. Das fand ein Team um den Psychologen Prof. Richard Stevenson von der Macquarie Universität in Sydney heraus. Wer Junk Food verzehrt, möchte noch mehr davon essen – selbst wenn er schon satt ist.

An der im Fachmagazin Royal Society Open Science veröffentlichten Studie nahmen 110 junge, schlanke und gesunde Erwachsene im Alter von 20 bis 25 Jahren teil,  die sich im Allgemeinen gesund ernährten. Eine Hälfte wurde einer Western-Style-Diätgruppe zugeordnet. Sie aß eine Woche lang fett- und zuckerreiche Nahrung, die Hauptmahlzeit stammt von einer Fast-FoodKette. Die Kontrollgruppe behielt ihre übliche Diät bei.

Junk Food beeinträchtigt die Appetitkontrolle

Am ersten Tag vor und nach dem Frühstück sowie am achten Tag der jeweiligen Diät wurden die Appetitkontrolle und das Hippocampus-abhängige Lernen und Gedächtnis getestet. Am ersten und am achten Tag wurden den Teilnehmern vor und nach dem Frühstück ungesunde Snacks angeboten wie etwa bestimmte Frühstückflocken.

Getestet wurde, wie sehr die Probanden Appetit auf diese Essen sowohl vor als auch nach dem Frühstück verspürten. Die Teilnehmer, die eine Woche lang Junk-Food zu sich nahmen, verspürten nach dem Essen einen größeren Appetit auf derlei Snacks als diejenigen, die sich gesund ernährten. Bereits eine Woche Fast Food beeinträchtigte die Appetitkontrolle.

 

Schlechtere Ergebnisse im Gedächtnistest

Weiteres Ergebnis: Die Teilnehmer der Western-Style-Diät zeigten bei einem Lern- und Gedächtnistest eine schlechtere Leistung als die Teilnehmer der gesunden Diät. Dieses Lernen hängt mit dem Hippocampus zusammen. Die Leistung in dem Test korrelierte stark mit der Verringerung der Appetitkontrolle.

Die durch die Junk-Food-Diät ausgelösten Beeinträchtigung der Appetitkontrolle und des Hippocampus-abhängigen Lernens ließ sich drei Wochen nach der Rückkehr zu einer gesunden Ernährung wieder rückgängig machen.

Folgen lassen sich rückgängig machen

Die Studie trägt dazu bei, zu verstehen, warum der Verzehr von kalorienreichen Lebensmitteln dazu führt, dass Menschen mehr davon konsumieren. Der übermäßige Appetit kann aber durch die Verbesserung der Ernährung (zumindest nach kurzen Perioden schlechter Ernährung) rückgängig gemacht werden.

Die westliche Ernährung enthält viele hochverarbeitete Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Salz, Zucker und gesättigten Fettsäuren und führt neben den festgestellten neurokognitiven Beeinträchtigungen zu Fettleibigkeit und Diabetes und anderen Zivilisationserkrankungen.

Foto: ©Adobe Stock/Elena

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