. Drogenaffinitätsstudie der BZgA

Jeder zehnte Jugendliche trinkt regelmäßig Alkohol

Jeder zehnte Jugendliche trinkt regelmäßig Bier, Wein oder Spirituosen. Fast genauso viele haben bereits einmal Haschisch probiert. Das zeigt die aktuelle und repräsentative Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Jugendliche rauchen und trinken weniger

Jeder dritte zwischen 18 und 25 Jahren hat schon Cannabis konsumiert..

Genau zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren und 33,6 Prozent der 18- bis 25-Jährigen geben an, dass sie regelmäßig Alkohol trinken. Das sind deutlich weniger als vor zehn Jahren. 2005 räumten 18,6 Prozent der Jugendlichen und 40,5 Prozent der jungen Erwachsenen einen regelmäßigen Alkoholkonsum ein. In der aktuellen Studie sagte sogar rund jeder dritte Jugendliche, dass er noch nie Alkohol getrunken hat. Andererseits geben aber auch 15,9 Prozent der männlichen und 12,5 Prozent der weiblichen Jugendlichen an, dass sie sich mindestens einmal im Monat einen Rausch antrinken.

„Beim Alkohol ist die langfristige Entwicklung erfreulich: Jugendliche und junge Erwachsene trinken weniger Alkohol. Sorgen bereitet mir nach wie vor das Rauschtrinken“, so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler. Sie sieht sich durch die Studie in der Drogen- und Suchtprävention insgesamt „auf dem richtigen Weg“.

Rauchen ist bei Jugendlichen out

Erfolge zeigt die Studie vor allem beim Nikotinkonsum. Mit nur noch 7,8 Prozent jugendlichen Rauchern zwischen 12 und 17 Jahren ist die Raucherquote in dieser Altersgruppe auf einen historischen Tiefststand gesunken. Seit Beginn der Erhebungen war sie stets höher. Zugleich wächst die Zahl der Jugendlichen, die in ihrem Leben noch nie geraucht haben. Vier von fünf (79,1%) behaupten das inzwischen von sich. Soviele waren es nie. Auch unter jungen Erwachsenen zwischen18 und bis 25 Jahren ist die Raucherquote weiter rückläufig. Sie sank auf aktuell 26,2 Prozent. Zu den Nie-Rauchern zählen sich 38,8 Prozent der jungen Erwachsenen.

„Das Rauchen gehört in Deutschland längst nicht mehr zum Lebensgefühl junger Menschen. Die auf Prävention ausgerichtete Tabakpolitik der Bundesregierung zeigt Wirkung. Aber wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen“, kommentiert Mortler diese Ergebnisse. Die Drogenbeauftragte verweist auf die neuen Schockfotos auf Zigarettenpackungen, die jetzt eingeführt werden und fordert ein Verbot der Tabakaußenwerbung. „Die Wissenschaft zeigt, dass Tabakwerbeplakate gerade junge Menschen ansprechen“, so Mortler.

Cannabiskonsum ist weit verbreitet

Kritisch wertet sie allerdings die neuen Zahlen zum Cannabiskonsum. Sie würden zeigen, wie verbreitet der Cannabiskonsum unter Jugendlichen ist. „Wer in dieser Situation die vollumfängliche Legalisierung von Cannabis fordert, der sorgt dafür, dass noch mehr Jugendliche zum Joint greifen“, so Mortler.

9,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erklärten, schon einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben. Bei den 18- bis 25-Jährigen sind es 34,5 Prozent. Erstmals wurde auch nach dem Crystal Meth-Konsum erfragt. Dabei antworteten 0,6 Prozent der jungen Erwachsenen, dass sie die Substanz schon konsumiert haben.

Foto: Mykola-Mazuryk - fotolila.com

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