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In Henna-Tattoos steckt oft verbotene Chemie

Dienstag, 25. Juni 2019 – Autor:
Henna-Tattoos sind ein beliebtes Urlaubs-Souvenir. Dem rotbraunen Farbstoff sind jedoch oft Chemikalien zugesetzt, die Allergien auslösen können und in Europa verboten sind. Schwarzes Henna gibt es in der Natur nicht.
Henna-Tattoos sind nicht ungefährlich.

Henna-Tattoos sind nicht ungefährlich -

Henna ist ein rotbrauner Farbstoff, der aus den Blättern des Hennastrauches (Lawsonia inermis) gewonnen wird. Schon die alten Ägypter nutzten Henna, um sich zu verschönern: Haare, Nägel und Hände wurden damit farblich verziert.

Heute noch wird Henna gerne zum Haarefärben benutzt. Und Henna-Tattoos sind eine beliebte Alternative zur klassischen Tätowierung, weil hierbei keine Farbe unter die Haut gestochen wird. Ein Henna-Tattoo oder Henna-Bodypainting verschwindet in der Regel nach wenigen Wochen wieder. Die filigranen schwarzen Henna-Tattoos sind darum begehrte Mitbringsel aus südlichen Ländern, wo Künstler sie auf Straßen und an Stränden günstig anbieten.

PPD löst Allergien aus

Im Unterschied zum alten Ägypten gibt es Henna heute in zahlreichen Farbnuancen, zum Beispiel in schwarz. Wie kann das sein? Henna wird häufig Para Paraphenylendiamin (PPD) beigemischt, das ist ein schwarzer Farbstoff. PPD ist aber als Kontaktallergen bekannt. Die allergischen Reaktionen Juckreiz, Rötungen und Bläschen treten oft erst Wochen und später nach der Tätowierung auf.

Bei einigen Menschen treten außerdem nässende, teilweise verkrustete Hautveränderungen innerhalb der Zeichnung auf. Das hinterlässt oft unschöne Narben, die ein Leben lang sichtbar bleiben.

 

Verbot wird in fernen Ländern oft missachtet

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat deshalb bereits im Jahr 2004 im Zusammenhang mit den Risiken von Tattoos und Permanent Make-up vor Henna-Tattoos gewarnt. Die Anwendung von PPD als Zusatz in Hautfärbemitteln ist europaweit inzwischen verboten. In Haarfärbemitteln ist der Zusatz allerdings erlaubt.

Wer einmal allergisch auf PPD reagiert hat, bei dem kann der künstliche Farbstoff schon in geringsten Mengen immer wieder allergische Reaktionen auslösen. PPD steckt in vielen Haarfärbemitteln, Textilien und Kunstoffen. PPD wird Henna zugesetzt, um ein intensiveres Farbergebnis zu erzielen. Außerdem verkürzt es die Einwirkzeit von bis zu acht Stunden.

Vorsicht vor Straßen-Tattoos im Urlaub

Tattoo-Künstler, die mit einer kurze Einwirkzeit von zwei Stunden oder allen möglichen Farbtönen werben, nutzen garantiert chemisch-angereichertes Henna. Schwarzes Henna ist niemals natürlich und enthält meist PPD. 

Dagegen kann man bei rotbraunem Henna, das bis zu acht Stunden einwirken muss, ziemlich sicher sein, dass es sich um reines Henna handelt. Wer selbst mit Henna färbt oder tätowiert, sollte auf die Verpackung schauen, ob noch mehr als natürliches Hennapulver darin steckt.

Foto: pixabay

Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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