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Hormon reduziert Appetit auf Süßes und Alkohol

Ein von der Leber produziertes Hormon reduziert den Appetit auf Süßes und Alkohol. Das fanden zwei unabhängig voneinander arbeitende US-Forscher-Teams heraus. Ihre Studien wurden in der Zeitschrift Cell Metabolism veröffentlicht.
Wer abnehmen will, muss auf Süßigkeiten weitgehend verzichten

Hormon mindert Lust auf Süßigkeiten

Beide Teams beschäftigten sich mit dem sogenannte Fibroblasten-Wachstumsfaktor 21 (FGF21), der in der Leber als Reaktion auf einen hohen Kohlenhydrat-Spiegel produziert wird. FGF21 tritt dann in die Blutbahn - und sendet ein Signal an das Gehirn, dass das Verlangen nach Süßigkeiten unterdrückt.

Wissenschaftler der Universität Iowa injizierten normalen Mäusen FGF21 und setzten ihnen normale Ernährung und eine mit Zucker angereicherte Diät vor. Die Forscher beobachteten, dass die Mäuse nicht ganz aufhörten, Zucker zu essen, sie aber sieben Mal weniger als normal davon aßen.

Hormon mindert Appetit auf Süßes

Die Forscher untersuchten auch gentechnisch veränderte Mäuse, die FGF21 gar nicht oder 500 Mal mehr als normale Mäuse produzierten. Ihnen setzen sie ebenfalls beide Sorten Nahrung vor. Die Mäuse, die kein FGF21 produzierten, aßen mehr Zucker, die Mäuse, die eine Menge von FGF21 freisetzen, aßen weniger Zucker.

FGF21 könnte Menschen helfen, ihre Zuckeraufnahme besser zu steuern, etwa Diabetes-2-Patienten, sagte Co-Autor Lucas Bondurant in einer Mitteilung der Universität. Denkbar ist auch der Einsatz bei Adipositas-Patienten.

 

Hormon mindert Appetit auf Alkohol

FGF21 hat noch eine weitere Funktion: Es reduziert den Appetit auf Alkohol. Das fanden Forscher der University of Texas heraus. Erhöhte Mengen an FGF21 reduzierten bei Mäusen die Vorliebe für eine zuckerhaltige Lösung und für mit Alkohol versetztes Trinkwasser. Zugleich verringerte FGF21 die Dopamin-Ausschüttung im Gehirn. Dopamin ist ein Neurotransmitter, der als so genanntes "Glückshormon" eine zentrale Rolle im Belohnungsverhalten spielt.

FGF21 könnte möglicherweise verwendet werden, um Alkoholismus zu behandeln, sagte Co-Autor Steven Kliewer in einer Mitteilung der Universität.

Foto: Nataliia Pyzhova

 

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