. Wissenschaft und Wirtschaft

Hightech-Strategie 2020 verabschiedet

Am 14. Juli 2010 hat das Bundeskabinett beschlossen, die 2006 ins Leben gerufene Hightech-Strategie weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu vertiefen und die Rahmenbedingungen für Innovationen weiter zu verbessern. "Gesundheit" wird zu einem der fünf Felder der "Hightech-Strategie 2020 für Deutschland".
Annette Schavan

Annette Schavan

 

"Wir wollen aus Wissen und Ideen in Deutschland möglichst schnell Innovationen machen. Deshalb treiben wir politikfeldübergreifend eine ehrgeizige Innovationsstrategie voran", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich der Kabinettsbefassung in Berlin. "Gerade angesichts der Bemühungen um einen konsolidierten Haushalt gilt jetzt erst recht: Wir müssen in Forschung und Entwicklung investieren, um den künftigen Wohlstand unserer Gesellschaft zu sichern", sagte Schavan.

Hightech-Strategie 2020

Die Weiterentwicklung der Hightech-Strategie 2020 werde sich stärker am Nutzen des technologischen Wandels für die Menschen orientieren. Deshalb konzentriere sich die Strategie auf fünf Schwerpunkte: Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. "Diese Felder stehen für Herausforderungen von globaler Dimension", sagte Schavan.
Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen, vfa, begrüsste den Beschluss. "Mit ihrer ‚Hightech-Strategie 2020 für Deutschland' setzt die Bundesregierung in der Forschungspolitik die richtigen Schwerpunkte", sagte Cornelia Yzer. "Die Bundesregierung setzt in ihrer Hightech-Strategie insbesondere auf 'Individualisierte Medizin' und Volkskrankheiten im Kontext der Altersforschung - eine angesichts der demographischen Entwicklung in unserem Land notwendige Ausrichtung", so Yzer weiter. "Gerne kooperieren die Pharma-Unternehmen dabei mit der hiesigen Grundlagenforschung. Diese wird ja durch die Bundesregierung im Rahmen der Hightech-Strategie wesentlich ausgebaut, insbesondere durch die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung."

Wettbewerbsfähigkeit

Auch SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens, dessen Verband unter anderem Unternehmen der Medizintechnik und der Photonik vertritt, begrüsste die von Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Bundeskabinett vorgestellte Hightech-Strategie 2020. "Die Bundesregierung setzt den eingeschlagenen Weg fort. Das ist erfreulich, aber auch notwendig, damit die Hightech-Industrie in Deutschland weiterhin international wettbewerbsfähig bleibt", sagte Sven Behrens.

In den Genuss von Fördermitteln sollten künftig auch vermehrt die Unternehmen der Medizintechnik kommen. Mit der Ankündigung, einen "Leitmarkt Medizintechnik" zu schaffen, würdige das Bundeskabinett die Bedeutung der Medizintechnik für die Gesundheitswirtschaft. "Damit einher gehen muss aber auch der Abbau von Innovationshürden", forderte der SPECTARIS-Geschäftsführer. Mit dem ebenfalls angekündigten "Aktionsplan Medizintechnik" und einer damit verbundenen auf die Belange der Branche zugeschnittene Projektförderung würde das Kabinett einer Forderung der Medizintechnikunternehmen entsprechen.

 

 

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Alzheimer gehört neben Krebs zu den Erkrankungen, vor denen sich die Deutschen am meisten fürchten. Nun zeigt eine Umfrage der Alzheimer Forschung Initiative, dass die Sorge vor der Demenzerkrankung auch eine Frage des Alters ist.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Interviews
Das Chronische Fatigue Syndrom (CFS) bedeutet für viele Patienten meist einen weitgehenden Verlust ihres bisherigen Lebens. Dennoch gibt es bisher kaum wirksame Therapien und zu wenig Forschung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten gesprochen.
Die Hausärzte im Seeheilbad Büsum waren damals alles Männer im oder kurz vorm Rentenalter, ihre Einzelpraxen wollte niemand übernehmen. Um einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung zu verhindern, rang sich die Gemeinde dazu durch, selbst als Trägerin der örtlichen Arztpraxis aufzutreten – als erste bundesweit. In dem kommunalen Eigenbetrieb arbeiten heute fast nur junge Ärztinnen. Wie das ging und welche weiteren Modelle es gibt gegen den Ärztemangel auf dem Land, erzählt Initiator Harald Stender drei Jahre nach Gründung des Pioniermodells.