. Welt-Hepatitis-Tag 2015

Hepatitis: Früherkennung kann Leben retten

4000 Menschen sterben täglich weltweit an Hepatitis. Viele dieser Todesfälle könnten durch mehr Aufklärung und Früherkennung verhindert werden. Der heutige Welt-Hepatitis-Tag will auf das Problem aufmerksam machen.
Heute ist Welt-Hepatitis-Tag

Der Welt-Hepatitis-Tag ruft zur Früherkennung auf

Leberentzündung (Hepatitis) ist weiter verbreitet als man denkt. Rund 400 Millionen Menschen leiden weltweit alleine an den Formen Hepatitis B oder C. Die wenigsten wissen davon. An den Folgen von Leberentzündungen sterben jedes Jahr ungefähr 1,4 Millionen Menschen - dabei könnten viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden, wenn sie früher erkannt werden würden.

Das Hauptproblem: Hepatitis wird oft erst spät entdeckt, denn die Leber sendet keine Schmerzsignale aus, und die Symptome sind meist unspezifisch. Um die Aufmerksamkeit für das Problem zu erhöhen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2011 den Welt-Hepatitis-Tag ins Leben gerufen, der seitdem jährlich am 28. Juli stattfindet. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Hepatitis verhindern – Es liegt an Dir.“

4000 Hepatitis-Tote täglich

Auf heutigen Welt-Hepatitis-Tag soll den täglichen 4000 Hepatitis-Opfern eine Stimme gegeben werden, indem mindestens 4000 Menschen weltweit unter dem Twitter-Hashtag #4000voices ihr Profilbild hochladen. Damit soll auch die Aufmerksamkeit für das Thema gesteigert und zur Früherkennung von Hepatitis beziehungsweise zur Impfung aufgerufen werden.

Auf eine geschädigte Leber kann beispielsweise ein erhöhter GPT-Wert (Glutamat-Pyruvat-Transaminase) im Blut hinweisen. Eine frühe Diagnose, die über den Nachweis von Antikörpern und anhand des Erbguts des Erregers gestellt wird, erhöht die Heilungschancen. Viele Lebererkrankungen lassen sich gut behandeln.

 

Impfung und Früherkennung können Leben retten

Die häufigste Form der Leberentzündung, die Hepatitis B, lässt sich durch rechtzeitige Therapie gut kontrollieren, heilbar ist sie nicht, sobald sie erst einmal chronisch geworden ist. Allerdings heilt eine akute Hepatitis B häufig von alleine aus. Die beste Maßnahme gegen die Erkrankung ist allerdings die vorbeugende Impfung. Hepatitis C, gegen die es derzeit keine Impfung gibt, lässt sich dafür in vielen Fällen heilen. Beide Erkrankungen können in den Spätphasen zu Leberzirrhose und –krebs führen.

Zudem gibt es noch die Formen Hepatitis A, D und E. Hepatitis A ist sehr ansteckend, heilt aber in fast allen Fällen von allein aus. Hepatitis D können nur Menschen bekommen, die schon mit Hepatitis B infiziert sind. Hepatitis E ist klinisch mit der Hepatitis A vergleichbar, verläuft aber häufig schwerer. Eine Therapie existiert zurzeit nicht. Allerdings kommt sie in unseren Breitengraden selten vor.

Foto: © bluebay2014 - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Hepatitis

| Rund 70.000 Menschen sterben weltweit jährlich an Hepatitis E, eine spezifische Therapie existiert bisher nicht. Nun hat ein internationales Forscherteam in dem natürlich vorkommenden Stoff Silvestrol einen möglichen Wirkstoff gegen das Virus gefunden.
| Der Hepatitis A Ausbruch in Berlin setzt sich auch in diesem Jahr fort. Männer, die Sex mit Männern haben, sind besonders stark betroffen. Das Lageso versucht, die Schwuleszene über soziale Medien und Postkarten vor dem „Gelbsucht-Virus“ zu warnen.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an Rosacea. Die chronische Hautkrankheit belastet das Privat- wie das Berufsleben der Betroffenen viel stärker als bisher angenommen. Eine weltweite Umfrage unter Ärzten und Patienten bringt jetzt Licht in den Alltag mit Rosacea.
Digitale Innovationen ans Krankenbett bringen: Alexander Meyer vom Deutschen Herzzentrum Berlin ist das gelungen - dank des BIH Digital Health Accelerator-Programms. Am Dienstag ging die „Talentshow“ für digitale Ideen in die zweite Runde.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.