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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit eröffnet

Heute eröffnet Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr den Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin. Bei dem Pflichttermin für die deutsche Gesundheitsbranche werden über 8.000 Kongressbesucher erwartet.
Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit eröffnet

Ul Fink Kongresspräsident: Es sind energische Reformanstrengungen nötig

Daniel Bahr, Peer Steinbrück, Jens Spahn – das sind nur einige prominente Akteure, die auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Berliner ICC anzutreffen sind. Gesundheitspolitik ist einer der Schwerpunkte des Kongresses, der bereits zum 16. Mal stattfindet, und das drei Monate vor der Bundestagswahl. Gleich in der Eröffnungsveranstaltung am heutigen Mittwoch wird Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eine gesundheitspolitische Bilanz der aktuellen Legislaturperiode ziehen. In der anschließenden Podiumsdiskussion mit den gesundheitspolitischen Sprechern der Fraktionen Birgitt Bender (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Karl Lauterbach (SPD), Jens Spahn (CDU) soll es um die künftige Ausrichtung des Gesundheitswesens nach der Wahl gehen.

Am Donnerstag wird SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zu den Themen Gesundheit und Pflege sprechen. Pflege und Fachkräftemangel gehört zu den Top-Themen des Kongresses. So wird es etwa einen Career Day Pflege geben. Hier sollen junge Leute ermutigt werden, den Pflegeberuf zu ergreifen. In mehreren maßgeschneiderten Informationsveranstaltungen können sie Karrierechancen sowie Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege unter die Lupe zu nehmen.

TED-Umfrage: Wo sehen Sie den größten Reformbedarf?

„Das deutsche Gesundheitswesen gehört zu den besten der Welt. Damit das aber auch so bleibt, sind energische Reformanstrengungen nötig, erklärte Kongresspräsident und Senator a. D. Ulf Fink. Vor allem gelte es, sehr viel stärker auf die Qualität statt auf Quantität zu setzen. In diesem Zusammenhang haben die Besucher der Eröffnungsveranstaltung des Hauptstadtkongresses die Gelegenheit zur interaktiven Teilnahme. Rund 2.000 führende Branchenexperten und damit ein Querschnitt des gesamten Gesundheitswesens werden mit Hilfe einer TED-Umfrage um ihre Einschätzung und Meinung zu den auf dem Podium diskutierten Themen gebeten. In welchem Bereich sehen sie aktuell den größten Reformbedarf? Wird im deutschen Gesundheitswesen viel Geld verschwendet? Soll die Bezahlung von Gesundheitsleistungen künftig stärker an der Qualität der erbrachten Leistung ausgerichtet werden? Auf die Antworten auf diese und andere Fragen darf man gespannt sein. Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit geht noch bis Freitag, 7. Juni.

Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik

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