. Studie mit Mäusen belegt:

Gemüse und Olivenöl senken den Blutdruck!

Ein Hoch auf die Mittelmeerdiät: In neuesten Studien wurde belegt: Eine Ernährung, die aus Gemüse, Olivenöl und Nüssen besteht, kann vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.

Guter Schutz vor Bluthochdruck: Olivenöl und Gemüse!

Neuesten Studien zufolge, die in den Proceedings oft he National Academy of Sciences veröffentlicht wurden, könnte die protektive Wirkung auf der Bildung von nitrierten Fettsäuren beruhen, die aus ungesättigten Fettsäuren aus den Zusammenspiel von pflanzlichen Ölen und Nitraten und Nitrinen, die im Gemüse stecken, beruhen. In Tierexperimenten wurde auf jeden Fall solch ein Zusammenhang festgestellt und belegt, dass die so entstandenen nitrierten Fettsäuren den Blutdruck senken können.

In Tierversuchen festgestellt: ein Enzym wird durch nitrierte Fettsäuren gehemmt

Diese nitrierten Fettsäuren hemmen laut Forschern zufolge im Blut ein Enzym, das an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt ist. Ein Team um den Forscher Philip Eaton vom Londoner King’s College hatte Mäuse dahingehend manipuliert. Dass bei ihnen die nitrierten Fettsäuren das Enzym nicht mehr hemmen konnten. Die Folge: Die Mäuse erkrankten an hohem Blutdruck, der durch die nitrierten Fettsäuren nicht gesenkt werden konnte. Bei „normalen“ Tiere führte die Gabe von nitrierten Fettsäure dagegen dazu, dass der Blutdruck wieder fiel. 

Menschen in Mittelmeerregionen haben weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das erkläre, warum Menschen in den Mittelmeerregionen, obwohl sie sich sehr fettreich ernähren und oft auch übergewichtig sind, doch nicht so oft an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden: Olivenöl plus nitrathaltiges Gemüse helfen, den Blutdruck zu senken. Kommen diese beiden Ernährungsbestandteile zusammen, entstehen die blutdrucksenkenden nitrierten Fettsäuren. 

Foto: Christian Jung - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke

Weitere Nachrichten zum Thema Diät, Bluthochdruck

| Die Mittelmeerdiät verlangsamt den Alterungsprozess des Gehirns. Vor allem ein höherer Fisch- und geringerer Fleischkonsum wirken sich positiv aus. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Columbia University New York.
| Bewegung, Entspannung und eine bewusste Ernährung, und erst wenn das nicht hilft Medikamente – dieses Rezept empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga (DHL) im Vorfeld des Welt-Hypertonie-Tages am 17. Mai gegen Bluthochdruck. Das gilt auch, wenn der Blutdruck nur leicht erhöht ist.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Bei Frauen mit genetisch bedingtem Lungenhochdruck kann Östrogen eine Rolle bei der Erkrankung spielen. Experimente zeigen nun, dass Medikamente, die das Östrogen hemmen, der Erkrankung vorbeugen und auch zu ihrer Behandlung dienen können.
Knapp drei Millionen Tiere sterben in Deutschland jedes Jahr für die Forschung – viele davon umsonst, weil sich die Ergebnisse aus Tierversuchen oft nicht auf Menschen übertragen lassen. Nun wurde ein Modellsystem ausgezeichnet, das Tierversuche in der Schlaganfallforschung ersetzen soll.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Raum 12.109/110 im Erdgeschoss, Landsberger Allee 49, 10249 Berlin
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Blutvergiftung, fachsprachlich „Sepsis“, ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Und sie gilt als die am häufigsten vermeidbare. Gesundheitsstadt Berlin hat anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September mit Prof. Konrad Reinhart von der Universität Jena über das Thema gesprochen. Der Vorsitzende der deutschen Sepsis-Stiftung vertritt die These: Die tatsächliche Zahl der Sepsis-Fälle ist doppelt so hoch wie die der registrierten.
Kinder suchtkranker Eltern sind besonderen Belastungen ausgesetzt und haben ein hohes Risiko, später selbst eine Sucht oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler über die Situation betroffener Kinder und die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten gesprochen.
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.