Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Geburtenrate erreicht Rekordtief

Die Geburtenrate in Deutschland hat ein Rekordtief erreicht: 2011 sind 663.000 Kinder lebend geboren worden. Das waren 15 000 Kinder weniger als 2010, was einem Rückgang um 2,2 Prozent entspricht.
Geburtenrate 2011 hat Rekordtief erreicht

Geburtenrate 2011 hat Rekordtief erreicht

Der erhoffte Babyboom bleibt aus. Wie das Statistische Bundesamt Destatis am Montag, 2. Juli 2012 mitteilte, wurden in Deutschland noch nie so wenige Babys geboren wie im Jahr 2011. Mit 663.000 lebend geborenen Kindern wurde sogar das bisherige Rekordtief bei der Geburtenrate von 2009 übertroffen, damals kamen 665.000 Kinder zur Welt. Rekordjahr war 1961, als in den damals zwei deutschen Staaten mehr als 1,3 Millionen Kinder geboren wurden.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat trotz der zurückgehenden Geburtenraten ihre Familienpolitik verteidigt. Gegenüber der Zeitung "Die Welt" sagte sie: "Der Rückgang der Kinderzahl in Deutschland zeigt, wie wichtig eine nachhaltige Familienpolitik ist." Die Rahmenbedingungen für Familien müssten besonders durch familienfreundliche Unternehmenskultur und den Ausbau der Kinderbetreuung verbessert werden.

Geburtenrate weiterhin niedriger als Sterberate

Wie in allen Jahren seit 1972 starben in 2011 mehr Menschen als Kinder geboren wurden. 852.000 Sterbefälle standen 663.000 Geburten gegenüber. Allerdings ist auch die Sterberate leicht gesunken. Im Jahr 2011 starben 7.000 Menschen weniger (minus 0,7 Prozent) als im Vorjahr.

Das sogenannte Geburtendefizit hat allerdings 2011 nicht zu einem Rückgang der Bevölkerungszahl geführt. Hauptursache für das leichte Plus von etwa 50.000 Einwohnern sind mehr Zuwanderer - vor allem aus Polen. 81,8 Millionen Menschen leben nach Destatis-Angaben derzeit in Deutschland.

Wie Destatis weiter mitteilte wurden im vergangenen Jahr auch weniger Ehen geschlossen. Mit 378.000 Ehen verringerte sich die Zahl der Eheschliessungen in 2011 um 4.000 im Vergleich zum Vorjahr.

Foto: Erich Kasten/pixelio.de

Hauptkategorie: Demografischer Wandel
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Geburt , Schwangerschaft , Sterberate
 

Weitere Nachrichten zum Thema Geburt

16.08.2018

Auch Väter können am Baby-Blues leiden. Das geht aus einer US-Studie hervor. Schon lange bekannt ist, dass einige Mütter nach der Entbindung eine sogenannte postpartale Depression entwickeln.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Alkohol ist ein Zellgift, das offenbar auch Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigt, dass sich selbst bei ansonsten gesunden Menschen das Risiko für Vorhofflimmern signifikant erhöht. Demnach haben schon kleine Mengen einen negativen Effekt.

Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin