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Erdnussallergie ist heilbar

Erdnussallergie ist heilbar – das zeigt eine australische Studie. Vier Jahre nach einer oralen Immuntherapie war die große Mehrzahl der behandelten Kinder nach wie vor tolerant gegenüber Erdnüssen.
Erdnüsse

Die Erdnussallergie lässt sich mit einer Immuntherapie heilen

Die Heilung der Erdnussallergie ist möglich. Eine Behandlung am Murdoch Children's Research Institute (MCRI) in Melbourne zeigte langwierige Effekte. Die Erdnuss-Allergie ist die häufigste Ursache für einen anaphylaktischen Schock, einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion, und eine der häufigsten Todesursachen bei  Nahrungsmittelallergien.

Im Rahmen der von Prof. Mimi Tang geleiteten Untersuchung erhielten 62 Kinder  (Alter: 1 - 10 Jahre) 18 Monate lang täglich eine Kombination aus dem Probiotikum Lactobacillus rhamnosus und einem Erdnussprotein. Die Dosis des Erdnussproteins wurde allmählich gesteigert. Das Probiotikum soll im Darm die Entwicklung einer Immuntoleranz anregen. Die Kontrollgruppe erhielt das Probiotikum und ein Placebo.

Probiotikum und Erdnuss-Proteine in steigender Dosis

Am Ende der Therapie waren 82 Prozent der Kinder, die die Immuntherapie erhielten, tolerant gegenüber Erdnüssen. In der Placebo-Gruppe waren es weniger als 4 Prozent. Kinder, die eine Toleranz entwickelt hatten wurden angewiesen, Erdnuss in ihre normale Ernährung zu integrieren. Kinder, bei denen die Allergie bestehen blieb, wurden dazu angehalten, Erdnüsse weiterhin zu meiden.

Die Kinder verzehrten im Rahmen ihrer Ernährung Erdnüsse nach Belieben ohne ein bestimmtes Programm einzuhalten. Über die Hälfte verzehrten regelmäßig moderate bis große Mengen an Erdnuss, andere aßen sie nur selten. Vier Jahre später konnte die Mehrheit der Kinder, eine Toleranz entwickelt hatten, immer noch Erdnüsse als Teil ihrer normalen Diät essen (80 Prozent).

Erdnussallergie ist heilbar

Immerhin 70 Prozent der Kinder zeigte bei einem Allergie-Test immer noch eine Toleranz. Die Erdnussallegie ist also heilbar. Tangs Fazit: Die Toleranz sei ein realistisches Ziel für die Behandlung von Nahrungsmittelallergien in westlichen Gesellschaften. „Wir untersuchen nun, ob diese positiven Wirkungen unserer Behandlung auch zu einer verbesserten Lebensqualität geführt haben“, so die Forscherin.

Die Studie wurde im Fachmagazin Lancet Child & Adolescent Health veröffentlicht. Die Folgeuntersuchung wurde zunächst vom MCRI und der Australian Food Allergy Foundation finanziert. Dann kamen 15 Millionen Dollar von der Kapitalanlagegesellschaft OneVentures. Diese gründete gemeinsam mit dem MCRI ein Biotech-Unternehmen, um diese Therapie zu einem von der US-Aufsichtsbehöde FDA zugelassenen Produkt zu entwickeln.

Foto: karepa/Fotolia.com

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