. Studie zum Rauchverhalten:

Eltern übertragen Rauchgewohnheiten auf ihre Kinder

Dass Eltern, die rauchen, das Risiko erhöhen, dass ihre Kinder ebenfalls rauchen werden, ist wohl unumstritten. Jetzt haben Wissenschaftler aber herausgefunden, dass es auch eine große Rolle spielt, wie exzessiv sie dies tun.

Rauchende Eltern - rauchende Kinder? Forscher haben den Zusammenhang erneut bestätigt.

Die Forscher um Darren Mays vom Georgetown University Medical Center haben 406 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren sowie immer einen Elternteil befragt. Alle mussten einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen. Diese Befragung lief zwischen den Jahren 2001 und 2004. Danach wurden die Jugendlichen nach einem und nach fünf Jahren in zwei weiteren Interviews befragt. Der Eingangsfragebogen enthielt Fragen zu den Themenbereichen zum elterlichen Rauchverhalten, dazu, wie oft und seit wann sie rauchen, warum sie überhaupt Raucher geworden sind – und wie abhängig sie vom Nikotin sind (oder zu sein glauben). Nach einem bzw. fünf Jahren wurden die Fragen wiederholt. Etwa 40 Prozent der Eltern waren Nichtraucher, 27 Prozent aktuelle Raucher – und rund ein Drittel der Befragten hatte in früheren Jahren einmal geraucht. 

Je länger die Eltern rauchen, desto wahrscheinlicher ist es, dass auch die Kinder zur Zigarette greifen

Das Ergebnis der Untersuchung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Rauchverhalten der Eltern und dem der Sprösslinge: So war das Risiko von Kindern rauchender Eltern stark erhöht, dass diese selbst als Teenager das Rauchen ausprobierten – was sich durch alle Interviews hinweg (nach einem und mach fünf Jahren) bestätigte. Und das Risiko wuchs mit jedem Jahr, in dem die Eltern weiter rauchten. Und je stärker abhängig die Eltern waren – desto stärker ausgeprägt scheint auch die Gefahr, dass die Kinder starke Raucher werden.

 

Präventionsprogramme gerade dort, wo Eltern rauchen

Da darüber hinaus besonders die frühen Raucher und die frühen „Experimentierer“ ein erhöhtes Risiko zeigten, später schwere Raucher zu werden, argumentieren die Wissenschaftler, dass wirkungsvolle Interventionsprogramme bereits früh ansetzen sollten – und zwar bei Eltern und Kindern.

Die Studie der Forschergruppe um Darren Mays wurde kürzlich im Fachmagazin Pediatrics veröffentlicht.

Foto: michaeljung - Fotolia.com

Autor: Cornelia Wanke
 

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