Die Corona-Warn-App der Bundesregierung ist da

Seit heute ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung in den App-Stores verfügbar. Sie soll helfen, die Nutzung von Infektionsketten schneller zu unterbrechen. Das gilt es beim Download zu beachten.
So sieht die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung aus

So sieht die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung aus

„Unterstützt uns im Kampf gegen Corona.“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt heute auf einer Pressekonferenz die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung vor. In der Nacht zum Dienstag war die App online gegangen, ist nun in den App Stores von Apple und Google zu finden. Die Nutzung ist freiwillig und kostenlos.

„Die Corona-Warn-App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person geraten sind und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können wir Infektionsketten schneller unterbrechen“, heißt es auf der Internetseite des Bundesregierung.

Viele müssen mitmachen

Die App sei kein Allheilmittel, aber ein wichtiges Instrument, um das Virus einzudämmen, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Das geht am besten, wenn viele mitmachen. Das Virus können wir nur im Teamspiel bekämpfen."

Mit der App können Menschen anonym und schnell darüber informiert werden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Das geht über Bluetooth. Der Kurzstreckenfunk erfasst, ob sich Anwender über einen Zeitraum von mindestens 15 Minuten näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Dabei werden stoßweise alle zweieinhalb bis fünf Minuten anonymisierte Identifikationsnummern übertragen. Der Ort der Begegnung wird dabei nicht erfasst, auch nicht der Name der Nutzer. Entsprechend der maximalen Corona-Inkubationszeit werden alle Zufallscodes, die unser Smartphone sammelt, für 14 Tage auf dem Smartphone gespeichert – und dann gelöscht. Nur wenn eine Person sich über die App freiwillig als nachweislich infiziert meldet, erhalten daraufhin alle früheren Begegnungen eine Warnung auf ihr Smartphone.

Mit der Benachrichtigung erhalten die betroffenen Nutzer klare Handlungsempfehlungen. Allerdings hat man im Falle einer Warnung keinen Anspruch auf einen Corona-Test. Die „Nachsorge" bleibt eine Schwachstelle des Vorhabens.

Vorsicht vor unseriösen Angeboten

Die Tracing-App wurde von SAP entwickelt. In den App-Stores ist sie unter den Namen „Corona-Warn-App“ mit dem Zusatz Robert-Koch-Institut zu finden. Die korrekte Eingabe des Titels ist wichtig, da sich mittlerweile viele Corona-Apps in den App-Stores tummeln. Darunter auch unseriöse Angebote, die Daten abgreifen wollen.

 
Autor: ham
Hauptkategorien: Berlin , Corona , Medizin
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