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10.07.2018

Die besten Tipps gegen Krampfadern und Besenreiser

Sommerliche Kleidung bringt sie ans Tageslicht: Krampfadern und Besenreiser. Neben einer erblichen Veranlagung sorgen auch die sommerlichen Temperaturen für ein Fortschreiten der unschönen Venenleiden. Ein Experte weiß Rat.
Besenreiser, Krampfadern

Besenreiser sind in erster Linie ein kosmetisches Problem, Krampfadern dagegen ein potenzielles Gesundheits-Risiko

Sonne satt und mediterrane Temperaturen - Deutschland erlebt gerade einen Jahrhundertsommer. Doch die Wärme hat auch ihre Schattenseiten. Blutgefäße dehnen sich aus und können zu geschwollen und schmerzenden Beinen führen. Wer bereits an Bindegewebs- oder Venenschwäche leidet, bei dem können sich dann Besenreiser oder Krampfadern bilden.

Etwa jeder vierte Deutsche leidet an Krampfadern und 60 Prozent haben Besenreiser, die kleinere Version davon. Hier schimmern kleine erweiterte Hautvenen violett oder blau durch die Haut, meist im Bereich der Kniekehle und Wade. „Krampfadern sind dauerhaft erweiterte Venen“, erläutert Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV Deutsche Krankenversicherung. „Genau wie Besenreiser bilden sie sich leider nicht mehr zurück.“

Risikofaktoren für Krampfadern und Besenreiser

Für das Venenleiden liegt meist eine erbliche Veranlagung vor. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch generell die Wahrscheinlichkeit, dass sich Besenreiser oder Krampfadern bilden. Weitere Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, Übergewicht, Stehberufe oder eine Schwangerschaft. Auch Erkrankungen wie eine Herzschwäche oder Thrombose können die Entstehung von Krampfadern begünstigen. „In diesem Fall sollten Betroffene einen Venenspezialisten aufsuchen, einen sogenannten Phlebologen“, sagt Reuter. Besenreiser seien dagegen meist harmlos. Allerdings sind sie ein kosmetisches Problem. Abhilfe kann der Hautarzt mit einer Verödung der kleinen Venen schaffen, aber erst, wenn es wieder kühler wird.

 

Vorbeugen mit Sport und Wechselduschen

Besser ist es, den Besenreisern und Krampfadern vorzubeugen. Gerade Menschen mit einer genetischen Prädisposition profitieren davon. Was sagt der Experte? Er rät zunächst einmal zu einer gesunde Lebensweise, also: Bewegung, nicht Rauchen, Übergewicht vermeiden. Hohe Absätze seien ebenfalls ein No Go. Besser flache Schuhe tragen. Außerdem gebe es spezielle Übungen: „Wer im Büro arbeitet und viel sitzen muss, kann mit einigen kleinen Übungen seine Venenpumpe aktivieren. Dafür beispielsweise regelmäßig die Zehen auf und ab bewegen oder sie zu Krallen formen“ so der DKV Experte. Gut für die Venen sei auch, sich auf den Rücken zu legen und in der Luft Fahrrad zu fahren oder im Stand zwischen Fußballen und Ferse hin und her zu wippen. Und die bequeme Variante: Beine hochlegen, das entlaste ebenfalls. „Hilfreich sind alle Sportarten, bei denen der Sportler die Beine bewegt, etwa Radfahren, Wandern oder Walken. Schwimmen tut den Venen besonders gut, denn das Wasser erzeugt auf sie einen natürlichen Druck“, weiß Reuter.

Ein weiterer Trick sind Wechselduschen oder kalte und warme Wassergüsse. Stützstrümpfe können den Venenfluss zusätzlich unterstützen. Doch Vorsicht bei Durchblutungsstörungen: Eine Kompressionstherapie ist dann nicht indiziert.

Foto: © zlikovec - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
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