. Krebsforschung

Deutscher Krebspreis 2009 in Berlin verliehen

In Berlin sind im März Forschungen über Leukämie, Lymph- und Brustkrebs mit dem Deutschen Krebspreis 2009 ausgezeichnet worden. Auch ein Berliner Wissenschaftler ist unter den Preisträgern.
Deutscher Krebspreis 2009 in Berlin verliehen

Preisträger Prof. Günter Henze

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat am 18. März in Berlin den diesjährigen Deutschen Krebspreis verliehen. Die drei Preisträger in den Kategorien klinischer, experimenteller und translationaler Teil wurden für herausragende wissenschaftliche Leistungen und aktuelle sowie zukunftsweisende Arbeiten im Bereich Onkologie ausgezeichnet.

Professor Dr. med. Dr. h. c. Günter Henze, Direktor der Kinder-Onkologie am Virchow-Klinikum der Berliner Charité, erhielt den klinischen Teil des Preises für seine langjährigen Arbeiten über Leukämien im Kindesalter.

Arbeiten über Leukämien im Kindesalter

Prof. Günter Henze habe im Bereich der akuten lymphatischen Leukämie sowie der Non-Hodgkin-Lymphome im Kindesalter wesentliche wissenschaftliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Therapiepläne für Kinder geleistet, teilte die Deutsche Krebsgesellschaft mit. "Die von Prof. Henze über viele Jahre vorgelegten Ergebnisse haben dazu geführt, dass durch sein wissenschaftliches Wirken wesentliche Entwicklungen anerkannter Therapiekonzepte im Bereich der lymphoblastischen Leukämien erreicht werden konnten."

Gewürdigt wurden ausserdem seine wissenschaftliche Arbeit, die sich in mehr als 260 gelisteten Publikationen und zahlreichen Kongressbeiträgen niederschlägt, sowie sein grosses Engagement in der pädiatrischen Onkologie. Henze war von 1994 bis 2000 Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), von 1998 bis 2001 war er als Präsident und Past-Präsident der pädiatrisch onkologischen Weltorganisation SIOP und von 2002 bis 2006 als Präsident und Past-Präsident von SIOP Europe tätig. Darüber hinaus ist Prof. Henze Mitgründer und Sprecher des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie.

Deutscher Krebspreis: Preisträger

Der Deutsche Krebspreis für translationale Forschung wurde vergeben an Prof. Dr. med. Dr. h. c. H. K. Müller-Hermelink, Direktor des Instituts für Pathologie an der Universität Würzburg. Der Würzburger Forscher wurde für seine Übertragung von Erkenntnissen der Lymphkrebs-Grundlagenforschung auf klinische Studien ausgezeichnet.

Die Preisträgerin des experimentellen Teils des Deutschen Krebspreises ist Prof. Dr. med. Nancy Hynes vom Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel, die die Entstehung von Brustkrebs auf molekularer Ebene untersucht.
Der mit jeweils 7.500 Euro dotierte Preis wird von den Firmen Sanofi-Aventis, Amgen und Pfizer Oncology gestiftet.

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