Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Das Frühstück daheim ist gut fürs Herz

Ein gesundes Frühstück zu Hause ist wichtig für ein gesundes Herz – das gilt auch bei Kindern. Wer morgens außer Haus isst, hat ein höheres Risiko für hohe Blutfettwerte.
Gut für die Blutfette: das morgendliche Essen zu Hause am Tisch.

Kinder, die zu Hause frühstücken, verringern das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen.

Mutti statt McDonalds: Kinder, die den Tag mit Müsli und Co. am heimischen Küchentisch beginnen, haben ein geringeres Risiko, später kardiovaskulär zu erkranken. Das zeigt eine Studie, die den Zusammenhang zwischen dem Frühstück zu Hause und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Kindheit untersuchte. Sie basiert auf Daten von Kindern aus acht europäischen Ländern, die am EU-Projekt "IDEFICS“(Identification and prevention of dietary- and lifestyle-induced health effects in children and infants) teilgenommen haben. 

Über 8500 Kinder von zwei bis neun Jahren waren in die Studie eingebunden. Um Informationen zu ihren Frühstücksgewohnheiten zu erhalten, füllten ihre Eltern ein Jahr lang einen Fragebogen aus. Wichtig war vor allem die Frage, wie häufig die Kinder morgens zu Hause essen. Die Ergebnisse, auf die jetzt Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie als Mitautoren der Studie hinweisen, zeigen: 79,8 Prozent der älteren Kinder von sechs bis zehn Jahren nehmen ihr Frühstück täglich zu Hause ein; diese Zahl liegt bei jüngeren Kindern bei 70,2 Prozent.

Risiko für hohe Blutfettwerte steigt

Die Untersuchungen lassen weiterhin erkennen: Jungen im Schulalter, die nicht täglich zu Hause frühstücken, haben ein höheres Risiko für hohe Blutfettwerte und einen niedrigen Spiegel an schützendem Cholesterin (HDL-Cholesterin). Mädchen im Schulalter haben zusätzlich ein höheres Risiko für ein besonders ungünstiges Verhältnis von Blutfetten zu schützendem Cholesterin im Vergleich zu denjenigen, die täglich frühstücken.

Bei der Auswertung der Daten haben die Wissenschaftler auch wichtige andere Einflussfaktoren wie körperliche Aktivität berücksichtigt, die mit einem Bewegungsmesser erfasst wurden. Auch weisen die Zahlen darauf hin, dass Kinder, die seltener zu Hause frühstücken, sich weniger bewegen als Kinder mit einem täglichen Frühstück zu Hause. Letztere profitieren, so die Annahme, tagsüber von der Energie, die sie durch das Frühstück erhalten.

 

Frühstücken hilft beim Gewichthalten

„Tägliches Frühstücken hilft den Kindern, das Gewicht im Rahmen zu halten und körperlich aktiv zu sein. Auch die Blutfette, die ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen anzeigen, werden durch das tägliche Frühstück reguliert", sagt Studienautorin Dr. Stalo Papoutsou vom "Research and Education Institute of Child Health" in Zypern. Risikofaktoren, die zu Gefäßverkalkungen und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, entstehen schon in der Kindheit. Deswegen ist es wichtig, möglichst frühzeitig die Ernährungsweise zu verbessern. Salz, Fett und Zucker sollten nur in Maßen genossen werden.  

Die Ernährungsgewohnheiten, auch beim Frühstück, werden jetzt in dem EU-Projekt  "I.Family" - dem Folgeprojekt der IDEFICS-Studie - weiter erforscht. Dabei soll unter anderem untersucht werden, welche Trends beim Ernährungsverhalten bestehen. Außerdem im Fokus: Welche Faktoren - die Familie oder das weitere soziale Umfeld - bestimmen darüber, welche Nahrungsmittel Jugendliche zu sich nehmen? 

© Monkey Business – fotolia.com

Hauptkategorie: Prävention und Reha
 

Weitere Nachrichten zum Thema Ernährung

28.05.2019

Dass der Genuss von zuckerhaltigen Limonaden ein Gesundheitsrisiko darstellt ist bekannt. Doch auch der Konsum von vermeintlich gesunden, 100-prozentigen Fruchtsäften, erhöht das Sterberisiko. Das zeigt eine US-Studie.

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
 
Weitere Nachrichten


 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin