. Bettenhochhaus und OP-Neubau

Charité: Bauprojekte kommen gut voran

Die Sanierung des Bettenhochhauses sowie der OP-Neubau am Charité-Standort Mitte laufen derzeit nach Plan. 2016 sollen beide Gebäude bezugsfertig sein.
2016 soll das Bettenhochhaus bezugsfertig sein.

Das Bettenhochhaus erhält im Zuge der energetischen Sanierung ein neues Kleid.

Mit den umfassenden Sanierungs- und Neubaumaßnahmen entstehe das „modernste Krankenhaus Europas“, sagte Charité-Vorstandsvorsitzender Prof. Karl Max Einhäupl. Spitzenmedizin könne damit den Berliner weiterhin angeboten werden.

Die Bauarbeiten liegen bisher immer noch im Zeit- und Kostenplan, so Einhäupl. Jetzt stehen der Innenausbau und vor allem die Installation der Technik an. „Wir wissen alle, dass da noch Probleme auftauchen können“, sagte Einhäupl. Die Projektkosten belaufen sich auf 202,5 Millionen Euro. 90 Millionen Euro wurden durch die Abgabe von Liegenschaften refinanziert. 

Charité: Weniger Patienten in einem Zimmer 

Das 1982 in Betrieb genommene Bettenhochhaus wird entkernt und die Fassade energetisch saniert. Drei-Betten-Zimmer sollen in Zukunft nur noch die Ausnahme sein, dominieren werden Ein- und Zwei-Bett-Zimmer. 

Laut Klinik-Direktor Matthias Scheller wird der Komfort für die Patienten erheblich ansteigen. Teilweise grüne Wände und Türen und Schränke in Holzoptik sollen dafür sorgen, dass sich Patienten wohlfühlen. Die Fenster erhalten einen integrierten Sonnenschutz.

 

Bettenhochhaus bekommt Komfortstation

630 Betten soll das Hochhaus beherbergen. In der obersten Etage, auf der Ebene 20, wird eine Komfortstation eingerichtet. Diese soll nicht nur für wohlhabende Patienten aus dem Ausland, sondern auch für Berliner offen stehen. Damit will die Charité ganz offen dem Vivantes-Konzern nacheifern, der schon eine solche Station anbietet. Schon jetzt, so Vorstandsvorsitzender Einhäupl, bekomme die Uniklinik Behandlungsanfragen aus aller Welt. Es sei wichtig, dass die Charité international wahrgenommen werde.   

Direkt neben dem Bettenhochhaus entsteht ein Neubau, in dem 15 moderne OP-Säle, die Intensivmedizin und Rettungsstelle untergebracht werden. Erneuert wird auch die Verbindungsbrücke zum historischen Campusgelände: Statt drei wird sie nur noch zwei Ebenen haben. Die Durchfahrtshöhe wird damit größer, so dass in Zukunft auch Doppeldeckerbusse unter der Brücke durchpassen. Ab Herbst soll die Luisenstraße wieder für den Verkehr freigegeben werden.   

Foto: Frisch

Autor: Julia Frisch
Hauptkategorien: Berlin , Medizin
 

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