. Blutdruck

Blutdruckmessgeräte getestet

Viele Menschen kontrollieren ihren Blutruck selbst. Damit das etwas bringt, müssen die Geräte genaue Werte liefern. Die Stiftung Warentest hat 17 Blutdruckmessgeräte getestet. Oberarmgeräte schnitten besser ab.
blutdruck messen, blutdruckmessgerät, bluthochdruck

Wer seinen Blutdruck selber misst, sollte auf die Auswahl des richtigen Gerätes achten

Viele Menschen kontrollieren ihren Blutruck selbst. Damit das etwas bringt, müssen die Geräte genaue Werte liefern. Die Stiftung Warentest hat 17 Blutdruckmessgeräte getestet (Preise: 15,50 bis 70 Euro).

Sieben sind gut, heißt es im aktuellen "test"-Heft  (9/2020), darunter sechs für den Oberarm und nur eins fürs Handgelenk. Anders als die klassischen Blutdruckmessgeräte mit Stethoskop beim Arzt werden die Geräte nicht von Hand bedient, sondern arbeiten automatisch und zeigen die Werte digital an.

Oberarmgeräte messen genauer

Besonders wichtig: die Messgenauigkeit. Um diese zu überprüfen, nutzten die Prüfer jedes Gerät jeweils sechsmal bei 32 Testpersonen. Hinzu kamen ebensoviele Vergleichsmessungen mit einem Trio aus Quecksilbersäule, Stethoskop, Oberarm-Manschette. Diese Methode ist besonders zuverlässig. Im Vergleich dazu schnitten die aktuell geprüften Geräte bestenfalls befriedigend ab, sechs sogar nur ausreichend.

Oberarmgeräte sind insgesamt genauer als die Konkurrenz fürs Handgelenk. "Das hängt mit ihrer breiteren Manschette zusammen", sagt Projektleiter Marcus Pritsch. Durch sie ließen sich die für die Messung nötigen Werte besser erfassen. Und sitzt die Manschette richtig am Oberarm, sind die Geräte auch bei der Anwendung im Vorteil, sagt Pritsch: "Sie messen dann von selbst auf Herzhöhe." Handgelenkgeräte müssen Nutzer aktiv in diese Position bringen, also den Arm korrekt anwinkeln, sonst drohen Messfehler.

 

Koppelung mit Smartphone möglich

Positiv im aktuellen Test sticht die Handhabung heraus, heißt es weiter bei "test". Demnach lassen sich alle Geräte einfach bedienen, die Gebrauchsanleitungen sind verständlich. Die Lektüre lohnt: Wer Besonderheiten des gekauften Geräts missachtet, riskiert Messfehler. Wichtig ist auch, allgemeine Regeln zu beachten, etwa zum korrekten Sitz und Umfang der Manschette. Wie oft Patienten ihren Blutdruck messen sollten, sagt ihnen der Arzt.

Zwei Blutdruckmessgeräte im Test lassen sich via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Die zugehörige App führt ein Blutdrucktagebuch, inklusive Kurvenverläufen, und erfüllt die Datenschutz-Anforderungen. Pluspunkt: Der Nutzer muss die Werte nicht von Hand in einen Blutdruckpass eintragen und kann die Verläufe stets auf einen Blick erfassen und seinem Arzt zeigen.

Blutdruckmessgeräte getestet

Von den 17 von Stiftung Warentest getesteten Blutdruckmessgeräten kostete das beste gute Gerät (Boso Medicus) 51 Euro, das günstige gute (Sanitas) ist für 27,20 Euro zu haben.

Foto: Adobe Stock/agenturfotografin

Autor: bab
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Blutdruck
 

Weitere Nachrichten zum Thema Blutdruck

| Einen niedrigen Blutdruck haben in Deutschland bis zu drei Millionen Menschen. Viele Betroffene fühlen sich durch die Beschwerden beeinträchtigt. Ein Experte erklärt, wie man ihn selbst behandeln kann.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Schenken macht Spaß – die meisten Menschen kennen das. Forscher konnten das sogar im MRT bestätigen und die hirnphysiologischen Grundlagen für den Zusammenhang zwischen Großzügigkeit und Glücksgefühl zeigen.
Schwangerschaftsdiabetes verläuft oft ohne nennenswerte Symptome. Die Diagnose erfolgt daher meist viel zu spät. Experten fordern ein effektiveres Screening, um die Schwangerschaftskomplikation rechtzeitig aufzudecken.
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.