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30.12.2020

BIH wird dritte Säule der Charité

Zum 1. Januar 2021 wird das Berlin Institute of Health (BIH) in die Charité integriert. Dadurch wird der Translationsforschungsbereich zur dritten Säule der Berliner Universitätsmedizin. Der Bund erhält einen Aufsichtsratsposten.
Zum 1. Januar 2021 wird das Berlin Institute of Health (BIH) zum Translationsforschungsbereich der Charité – Universitätsmedizin Berlin und bildet neben Klinikum und Medizinischer Fakultät deren dritte Säule.

Zum 1. Januar 2021 wird das Berlin Institute of Health (BIH) zum Translationsforschungsbereich der Charité – Universitätsmedizin Berlin und bildet neben Klinikum und Medizinischer Fakultät deren dritte Säule.

Das Berlin Institute of Health (BIH) wird ab 1. Januar 2021 zum Translationsforschungsbereich der Charité. Neben Klinikum und Medizinischer Fakultät ist das BIH dann die dritte Säule der Berliner Universitätsmedizin. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wird Privilegierter Partner des BIH.

Charité und MDC hatten 2013 gemeinsam das Berlin Institut für Gesundheitsforschung gegründet mit dem Ziel, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die Anwendung am Krankenbett zu übertragen und umgekehrt Beobachtungen aus dem Klinikalltag in Forschungsideen zu verwandeln. Im Juli 2019 trafen Bund und Land Berlin eine Verwaltungsvereinbarung, die die Integration des BIH in die Charité vorsah. Dieser Schritt wird nun vollzogen.

Austausch zwischen Krankenversorgung und Forschung

Prof. Dr. Christopher Baum wird das BIH zukünftig als Vorstand des Translationsforschungsbereichs im Vorstand der Charité vertreten. Er begrüßt die Integration, denn er ist davon überzeugt, dass die translationale Medizin vom engen Austausch zwischen Krankenversorgung und Forschung lebt. „Wir gehören zusammen und bewahren zugleich unsere besondere Identität und Bestimmung. Gemeinsam handeln wir für die Patientinnen und Patienten, die neue medizinische Ansätze dringend benötigen.“

Über das neue Konstrukt ist der Bund zum ersten Mal strukturell an einer Einrichtung der Universitätsmedizin beteiligt. Denn  das BIH wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Darum wird der Bund auch einen Sitz im Aufsichtsrat der Charité erhalten. Der Vorstandsvorsitzende der Charité Prof. Dr. Heyo K. Kroemer sieht den Schritt als wegweisend an. Nicht nur für die Charité sei die die Integration des BIH von großer Bedeutung, sagte er. „Vielmehr kann diese als Blaupause für die zukünftige Kooperation von Bund und Ländern in der Forschungsförderung dienen.“

 

Seltene und komplexe Erkrankungen im Fokus

Mit der Integration in die Charité verbindet der Bund den Auftrag an das BIH, auch bundesweit erfolgversprechende Translationsprojekte zu unterstützen. „Diesen Auftrag nehmen wir gerne an“, sagt Prof. Baum. Einen besonderen Fokus wolle man auf seltenen und komplexen Erkrankungen legen, „für die wir die Möglichkeiten der Universitätsmedizin gezielt erweitern wollen.“

Das BIH hat gemeinsam mit Charité und MDC drei Fokusbereiche ins Leben gerufen, in denen sich exzellente Forschungsansätze mit klinischer Expertise verbinden: Single Cell Technologien für die Personalisierte Medizin, die Translationale Vaskuläre Biomedizin sowie das Gebiet der Stammzellforschung. Darüber hinaus ist ein gemeinsames Nationales Centrum für Tumorerkrankungen in Berlin geplant.

Foto: © Adobe Stock/Seventyfour

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Hauptkategorien: Berlin , Gesundheitspolitik
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