. Psychologische Hilfe

Berlin bekommt mehr Krebsberatungsstellen

Für Krebspatienten, die psychologische Hilfe brauchen, gibt es in Berlin drei neue Anlaufstellen. Psychologen der Berliner Krebsgesellschaft beraten neuerdings auch in den Bezirken Spandau, Köpenick und Lichtenberg.
Berlin bekommt mehr Krebsberatungsstellen

Psychologische Hilfe für Krebspatienten: Die Berliner Krebsgesellschaft berät jetzt an vier Standorten in Berlin

In Berlin erhalten jedes Jahr mehr als 17.000 Menschen erstmals die Diagnose Krebs. Jeder Dritte erleidet schon zum Zeitpunkt der Diagnose ein schweres seelisches Trauma. Aber auch Jahre später sind noch viele von ihnen psychisch schwer belastet. Neben den Krebsberatungsstellen der Bezirksämter ist die Berliner Krebsgesellschaft seit Jahren für die Betroffenen eine wichtige Anlaufstelle, weil es dort kostenlose psychoonkologische Beratung gibt. Anfang Dezember hat die Berliner Krebsgesellschaft nun ihr Beratungsangebot ausgebaut, um, wie es heißt, „den Menschen entgegenzukommen.“

Drei neue Beratungsstandorte quer über die Stadt 

So können sich Krebspatienten und Angehörige neuerdings auch in den Räumen der Krebsheilkunde Lichtenberg, des Gemeinwesenvereins Haselhorst in Spandau und der Onkologie am Segelfliegerdamm in Köpenick psychologisch beraten lassen. Gerade für ältere oder sehr kranke Patienten dürfte ein kürzerer Anfahrtsweg eine gute Nachricht sein. „Wir möchten eine bessere psychologische Versorgung von Krebspatienten erreichen. Deshalb haben wir nun quer über die Stadt neue Beratungssprechstunden eingerichtet, wo Betroffene wohnortnah psychologische Hilfe erhalten“, sagte Prof. Petra Feyer, Vorstandsvorsitzende der Berliner Krebsgesellschaft. Feyer zufolge wird an den neuen Standorten ausschließlich psychologische Hilfe angeboten. Wer psychosoziale Fragen habe – etwa zu Berentung oder finanziellen Angelegenheiten – erhalte diese Beratung weiterhin in Mitte.

 

Ambulantes Hilfenetz für Krebspatienten und Angehörige

Angesichts des steigenden Beratungsbedarfs lobte Berlins Staatssekretärin für Gesundheit Emine Demirbüken-Wegner das neue wohnortnahe Angebot für Krebspatienten. Mit den drei neuen Standorten werde das ambulante Hilfenetz für krebskranke Menschen und ihre Angehörigen in Berlin weiter gestärkt, sagte sie.

Während die Beratungsstelle am Robert-Koch-Platz 7 in Berlin-Mitte täglich geöffnet ist, gibt es an den neuen Beratungsstandorten jeweils einen festen Beratungstag. Die Sprechzeiten sind unter der Tel. (030) 283 24 00 oder per E-Mail: beratung(at)berliner-krebsgesellschaft.de zu erfragen. Eine Voranmeldung ist ohnehin erforderlich.

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