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03.08.2013

Bei Sommerhitze auf den Blutdruck achten!

Eine neue Runde von Hitzerekorden in Deutschland: Was die Strandbäder füllt und die Eisverkäufer freut, wird für Menschen mit Bluthochdruck zur Gefahr. Sommerhitze verstärkt die Wirkung von Blutdruck-Medikamenten, mit dem Thermometer steigt das Herzinfarktrisiko.

Sommerhitze: Bei Bluthochdruck täglich messen und viel trinken!

Heiße Tage, tropisch warme Nächte sogar an der Nordsee: Deutschland erlebt eine weitere Hitzewelle mit bis zu 38,8 Grad. Für Menschen mit Bluthochdruck oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung droht Gefahr: Die hohen Temperaturen erweitern die Gefäße, so dass der Blutdruck abfallen kann. Bei Bluthochdruck-Patienten kann die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten verstärkt werden, warnt die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. Je nach Höhe des Blutdruckabfalls kann es dann zu Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und Schwächeanfällen kommen.

Bei Hitze tägliche Blutdruckkontrolle

Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® rät, täglich den Blutdruck zu kontrollieren: Sinken die systolischen Werte dauerhaft unter 100 mmHG, sollten Menschen, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, ihren Arzt aufsuchen.

Bei Hitzeperioden, die nur wenige Tage anhalten, muss die Tablettendosis normalerweise nicht reduziert werden. Bei längeren Aufenthalten in wärmeren Regionen kann es jedoch sinnvoll sein, die Medikamente einzuschränken. In keinem Fall darf ohne Rücksprache mit dem Arzt die Dosis verringert oder das Medikament abgesetzt werden.

Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck ist ein schneller Temperaturanstieg um mehr als fünf Grad riskant: die Herzinfarktgefahr steigt um rund 60 Prozent, weil durch die plötzliche Hitze Herzrhythmusstörungen drohen.

 

Diuretika können Wassermangel verursachen

Durch vermehrtes Schwitzen an heißen Tagen verliert der Körper viel Flüssigkeit und Salz. Bluthochdruck-Patienten, die Diuretika zur Blutdrucksenkung einnehmen, sind im Sommer besonders gefährdet. Diuretika entwässern den Körper und können somit zu einer weiteren Austrocknung beitragen. Dies kann besonders bei älteren Patienten zu Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krampfanfällen und zu einer Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit führen.

Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com

Autor: Stefan Lummer
Hauptkategorie: Medizin
 

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