. Aufklärungskampagne

Aus „Gib AIDS keine Chance“ wird jetzt „Liebesleben“

„Gib AIDS keine Chance“ war ein Ohrwurm in den Neunzigern. Nun erhält die HIV-Aufklärungskampagne den Titel „Liebesleben“ und wird rundum modernisiert.
Aufklärung über HIV und sexuell übertragbare Infektionen: Die Kampagne Liebesleben will mit Cartoons vor allem junge Menschen ansprechen

Aufklärung über HIV und sexuell übertragbare Infektionen: Die Kampagne Liebesleben will mit Cartoons vor allem junge Menschen ansprechen

Fast 30 Jahre nach dem Start von "Gib Aids keine Chance" bringen die deutschen Gesundheitsbehörden eine neue Aufklärungskampagne auf den Weg: Sie heißt "Liebesleben" und nimmt neben HIV auch andere sexuell übertragbare Infektionen in den Blick. Seit Mittwoch hängen bundesweit Plakate, die per Cartoon die Botschaften „Benutz‘ Kondome“ und „Wenn was nicht stimmt, ab zum Arzt“ transportieren. Die Cartoon-Kampagne sei die zeitgemäße Fortsetzung von „Gib AIDS keine Chance“, sagte die Leiterin Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Dr. Heidrun Thaiss, und solle das Wissen um sexuell übertragbare Infektionen in der Gesamtbevölkerung steigern sowie ein größeres Symptom- und Risikobewusstsein schaffen. „Offen, kommunikativ und modern - dafür steht die neue Marke Liebesleben“, meinte Thaiss bei der Vorstellung der neuen Kampagne am Mittwoch in Berlin.

Fortsetzung von „Gib AIDS keine Chance“

Durch die Aufklärungskampagne „‘Gib AIDS keine Chance‘ und bessere Therapien sind nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe große Fortschritte erreicht worden. Die Zahlen zeigten aber auch, dass diese Anstrengungen nicht nachlassen dürften. „Jetzt geht es darum, die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken.“

Da es zwischen HIV und andere sexuell übertragbare Infektionskrankheiten wie Chlamydien oder Syphilis zahlreiche Überschneidungen gibt, wollen die Gesundheitsbehörden nun mit einer Kampagne gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. „Dadurch können Gemeinsamkeiten in der Prävention, der Diagnostik und der Therapie besser genutzt werden, sagte Gröhe am Mittwoch.

 

„Liebesleben“ ist Teil der Strategie zur Eindämmung von HIV und Hepatitis

Die Kampagne „Liebesleben“ ist Teil der aktuellen Strategie der Bundesregierung zur Eindämmung von HIV, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, die das Bundeskabinett am 6. April 2016 verabschiedet hat. Die Strategie beschreibt eine Vielzahl von Maßnahmen, um HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten einzudämmen. So sollen unter anderem Daten erhoben werden, um bessere Erkenntnisse für die Aufklärung und Information, Prävention und Diagnostik zu entwickeln. 

Autor: ham
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: HIV / AIDS , Syphillis , Hepatitis B , Hepatitis C
 

Weitere Nachrichten zum Thema HIV

| Einfach eine Tablette schlucken, um beim Sex eine HIV-Infektion zu verhindern: Immer mehr Menschen in Deutschland machen davon Gebrauch – sofern sie genug verdienen. Künftig soll diese Option allen Angehörigen von Risikogruppen offenstehen. Als erste große Krankenkasse hat die DAK angekündigt, die Kosten für die „Prä-Expositionsprophylaxe“ (PrEP) zu übernehmen.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Inkontinenz ist bei älteren und pflegebedürftigen Menschen ein häufiges Problem. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der Umgang damit jedoch erheblich erleichtern. Ein neuer Ratgeber des Zentrums für Qualität in der Pflege gibt Praxistipps für pflegende Angehörige.
Wer täglich weniger als sechs Stunden schläft oder öfter in der Nacht aufwacht, hat ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose und ein metabolisches Syndrom. Das stellten Forscher in einer Studie mit fast 4.000 Teilnehmern fest.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.