Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen

Mittwoch, 10. Juni 2020 – Autor:
Können Hunde einen Sonnenbrand bekommen? Tatsächlich ist dem so. Besonders gefährdet sind Schnauze, Ohren und die Bauchpartie. Erste Anzeichen für einen Sonnenbrand sollten unbedingt ernst genommen werden.
Wegen der Gefahr eines Sonnenbrands, sollten Hunde vor zu viel UV-Licht geschützt werden

Wegen der Gefahr eines Sonnenbrands, sollten Hunde vor zu viel UV-Licht geschützt werden

Genau wie die meisten Herrchen lieben Hunde die Sonne. Sonnenlicht ist gut fürs Gemüt und die beste Vitamin-D-Quelle, die es gibt. Und die stärkt wiederum die Knochen und das Immunsystem. Kein Wunder also, dass sich Hunde instinktiv gerne in der Sonne aalen.

Doch auch die Vierbeiner können einen Sonnenbrand bekommen. Gefährdet sind vor allem die Ohren, die Schnauze, die Partie um die Augen sowie der unbehaarte Bauch. Generell bekommen Hunde mit hellem und kurzem Fell schneller einen Sonnenbrand als ihre langhaarigen Artgenossen mit dunklem Fell.

Hunde brauchen Schatten

Hundehalter sollten deshalb für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten im Schatten sorgen. Wichtig zu wissen: Auch das kühlende Bad im See schützt nicht vor einem Sonnenbrand. Im Gegenteil: die UV-Strahlung wirkt hier genauso stark. Und am Strand oder auf dem Boot wird das UV-Licht über das Wasser reflektiert.

Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, für Schatten zu sorgen. Tatsächlich hat sich die Industrie so einiges einfallen lassen, um Hunde vor einem Sonnenbrand zu schützen. Es gibt spezielle Sonnencremes für Hunde, Hunde-T-Shirts, Hundebodys und sogar Hundesonnenbrillen.

 

Anzeichen eines Sonnenbrands beim Hund

Weist der Hund schon gerötete, warme oder schuppende Hautstellen auf, ist das ein erstes Anzeichen für einen möglichen Sonnenbrand. „Dann muss der Hund sofort in den Schatten“, betont Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin vom Apothekenvergleichsportal apomio. „ Kühle Umschläge und hautberuhigende Salben lindern erste Symptome.“

Intensive Rötungen sind dagegen schon ein Zeichen für Entzündungen, die schmerzen und jucken. „Dann kann es passieren, dass sich der Hund so lange kratzt, bis eine Wunde entsteht. Kommt diese mit Schmutz in Berührung, kann eine Infektion die Folge sein“, warnt Haufe.

Bei schwerem Sonnenbrand, sollte der der Tierarzt aufgesucht werden. Der wird unter Umständen eine entzündungshemmende Behandlung mit Cortison-Präparaten verschreiben. „Sonnenbrand bei Hunden muss in jedem Fall ernst genommen werden, denn dieser kann im schlimmsten Fall auch zu krebsartigen Geschwüren führen.“ Mit Achtsamkeit des Hundehalters können solche schwerwiegenden Folgen jedoch vermieden werden.

Foto: © Adobe Stock/Parilov

Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Sonnenbrand
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sonnenbrand

22.07.2019

Sonnenbräune ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits schützt sie vor weiteren Schäden der Haut, anderseits ist die Braunpigmentierung schon der Schaden selbst. Gesunde Haut geht daher nur mit Sonnenschutz.

23.05.2019

Mit den sommerlichen Temperaturen stellt sich wieder die Frage: Wieviel Sonne ist gesund? Sonnenlicht kurbelt die körpereigene Produktion von Vitamin D an, andererseits erhöht die UV-Strahlung das Hautkrebsrisiko.

 

Aktuelle Nachrichten

Mehr zum Thema
Kinder bekommen normalerweise keinen Hautkrebs – es sei denn sie leiden an der seltenen Erbkrankheit Xeroderma Pigmentosum (XP). Gesundheitsstadt Berlin sprach mit dem XP-Spezialisten Prof. Steffen Emmert über die Fortschritte in der Diagnostik und die Suche nach einer wirksamen Therapie.
 
Weitere Nachrichten
Die Wirkungen und Nebenwirkungen der Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise seien kaum zu beurteilen. Das erklärte Prof. Hendrik Streeck am Freitag in Berlin. Der Virologe gehört zu der Sachverständigenkommission, die diese evaluieren sollte.

Hunde haben einen außergewöhnlichen Geruchssinn. In Studien wurde bereits gezeigt, dass sie eine akute Covid-19-Infektion erkennen können. Jetzt wurde das auch für Long-Covid gezeigt. Über das Phänomen berichtet die Tierärztliche Hochschule Hannover.

 
Kliniken
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin