. UV-Strahlung

Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen

Können Hunde einen Sonnenbrand bekommen? Tatsächlich ist dem so. Besonders gefährdet sind Schnauze, Ohren und die Bauchpartie. Erste Anzeichen für einen Sonnenbrand sollten unbedingt ernst genommen werden.
Wegen der Gefahr eines Sonnenbrands, sollten Hunde vor zu viel UV-Licht geschützt werden

Wegen der Gefahr eines Sonnenbrands, sollten Hunde vor zu viel UV-Licht geschützt werden

Genau wie die meisten Herrchen lieben Hunde die Sonne. Sonnenlicht ist gut fürs Gemüt und die beste Vitamin-D-Quelle, die es gibt. Und die stärkt wiederum die Knochen und das Immunsystem. Kein Wunder also, dass sich Hunde instinktiv gerne in der Sonne aalen.

Doch auch die Vierbeiner können einen Sonnenbrand bekommen. Gefährdet sind vor allem die Ohren, die Schnauze, die Partie um die Augen sowie der unbehaarte Bauch. Generell bekommen Hunde mit hellem und kurzem Fell schneller einen Sonnenbrand als ihre langhaarigen Artgenossen mit dunklem Fell.

Hunde brauchen Schatten

Hundehalter sollten deshalb für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten im Schatten sorgen. Wichtig zu wissen: Auch das kühlende Bad im See schützt nicht vor einem Sonnenbrand. Im Gegenteil: die UV-Strahlung wirkt hier genauso stark. Und am Strand oder auf dem Boot wird das UV-Licht über das Wasser reflektiert.

Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, für Schatten zu sorgen. Tatsächlich hat sich die Industrie so einiges einfallen lassen, um Hunde vor einem Sonnenbrand zu schützen. Es gibt spezielle Sonnencremes für Hunde, Hunde-T-Shirts, Hundebodys und sogar Hundesonnenbrillen.

 

Anzeichen eines Sonnenbrands beim Hund

Weist der Hund schon gerötete, warme oder schuppende Hautstellen auf, ist das ein erstes Anzeichen für einen möglichen Sonnenbrand. „Dann muss der Hund sofort in den Schatten“, betont Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin vom Apothekenvergleichsportal apomio. „ Kühle Umschläge und hautberuhigende Salben lindern erste Symptome.“

Intensive Rötungen sind dagegen schon ein Zeichen für Entzündungen, die schmerzen und jucken. „Dann kann es passieren, dass sich der Hund so lange kratzt, bis eine Wunde entsteht. Kommt diese mit Schmutz in Berührung, kann eine Infektion die Folge sein“, warnt Haufe.

Bei schwerem Sonnenbrand, sollte der der Tierarzt aufgesucht werden. Der wird unter Umständen eine entzündungshemmende Behandlung mit Cortison-Präparaten verschreiben. „Sonnenbrand bei Hunden muss in jedem Fall ernst genommen werden, denn dieser kann im schlimmsten Fall auch zu krebsartigen Geschwüren führen.“ Mit Achtsamkeit des Hundehalters können solche schwerwiegenden Folgen jedoch vermieden werden.

Foto: © Adobe Stock/Parilov

Autor: ham
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin
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