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Arbeit mit Atemmaske und Schutzbrille macht Kopfschmerzen

Wegen des Coronavirus muss im Krankenhaus mit Atemmaske und Schutzbrille gearbeitet werden. Das kann beim medizinischen Personal zu Kopfschmerzen führen.
schutzmasken, schutzausrüstung

Das Tragen der Schutzausrüstung über längere Zeit kann Kopfschmerzen verursachen

Wegen des Coronvirus muss im Krankenhaus mit Atemmaske und Schutzbrille gearbeitet werden. Das kann beim medizinischen Personal zu Kopfschmerzen führen, wie eine aktuelle Studie von Forschern des National University Hospital in Singapur zeigt.

Insgesamt nahmen 158 Fachkräfte an der Untersuchung teil. 78 Prozent von ihnen waren zwischen 21 und 35  Jahre alt, 70 Prozent Frauen, 65 Prozent arbeiteten als Krankenpfleger beziehungsweise Krankenschwester, 32 Prozent als Ärzte, 3 Prozent waren Sanitäter. 46 Probanden (29 Prozent) litten bereits in der Vorgeschichte an Kopfschmerzen.

Fast sechs Stunden mit Atemmaske und Schutzbrille

Die Beschäftigten hatten in den vergangenen 30 Tagen an durchschnittlich 18 Tagen durchschnittlich 5,7 Stunden täglich Atemmaske und Schutzbrille getragen. Die Tragedauer war unterschiedlich: In der Notaufnahme waren es täglich 7 Stunden, auf der Isolierstation täglich 5,2 Stunden und auf der Intensivstation täglich 2,2 Stunden.

81 Prozent der medizinischen Kräfte entwickelten beim Tragen der Schutzausrüstung Kopfschmerzen, immer beidseitig. Sie machten sich vor allem an den Auflagepunkten der Masken und der elastischen Befestigungsbänder durch Druckschmerzen und Schweregefühl bemerkbar. 23,4 Prozent der Probanden berichteten über weitere Beschwerden wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit oder Nackenschmerzen.

 

Arbeitsausfall wegen Kopfschmerzen

Die Kopfschmerzen begannen in den meisten Fällen in weniger als 60 Minuten nach dem Aufsetzen der Schutzausrüstung und endeten 30 Minuten nach dem Absetzen. Sie traten an ein bis vier von 30 Tagen auf und wurden von 72 Prozent der betroffenen Probanden als leicht eingestuft.

69 Prozent behandelten die Schmerzen nicht, der Rest nahm Paracetamol oder NSAID. Über die 30 Tage gesehen fielen 9 Probanden (7 Prozent) wegen der Kopfschmerzen bei der Arbeit aus.

Arbeit mit Atemmaske und Schutzbrille macht Kopfschmerzen

Fazit der Forscher: Die Arbeit mit Atemmaske und Schutzbrille scheint das Auftreten von Kopfschmerzen beim medizinischen Personal zu begünstigen. Ein Risikofaktor sind Migräne oder Spannungskopfschmerzen in der Vorgeschichte. Aber auch unabhängig davon stieg das Risiko beim Tragen beider Masken in Kombination während mehr als 4 Stunden am Tag.

Die Kopfschmerzen sind meistens mild, können jedoch die Effizienz beeinträchtigen und zu Arbeitsunterbrechungen führen, so die Wissenschaftler. Sie schlugen vor, die Tragedauer der Schutzausrüstung zu verringern. Die Studie erschien im Fachmagazin Headache.

Foto: Adobe Stock/Andy Dean

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