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Alzheimer: Betroffene wollen aktiv am Leben teilhaben

Alzheimer ist eine Erkrankung, die auch bei den Mitmenschen viele Unsicherheiten hervorruft. Oft wissen Angehörige oder Bekannte nicht, wie sie mit den Betroffenen umgehen sollen. Am Weltalzheimertag rufen Experten daher zu Verständnis und Toleranz gegenüber Alzheimer-Erkrankten auf.
Alzheimer, Weltalzheimertag

Alzheimer-Erkrankte und ihre Angehörigen benötigen Verständnis und Unterstützung

Wer an Alzheimer erkrankt ist, möchte trotzdem an Aktivitäten teilnehmen und Gemeinschaft erleben. Doch bei Angehörigen, Freunden oder Bekannten ruft die Erkrankung oft große Unsicherheit hervor. Sie wissen nicht, was sie den Betroffenen zutrauen können. Hinzu kommen oft seltsame Verhaltensweise bei den Erkrankten, die ebenfalls zur Verunsicherung führen. Nicht selten wenden sich Bekannte oder Verwandte dann ab. Anlässlich des Weltalzheimertags, der jährlich am 21. September stattfindet, rufen Fachgesellschaften daher zu Verständnis und Toleranz auf. Unter dem Motto „Einander offen begegnen“ werden deutschlandweit verschiedenste Veranstaltungen zur Information und zum Austausch über Alzheimer-Demenz angeboten.

Aktiv am Leben teilnehmen

Demenzerkrankte wollen wie andere Menschen auch am normalen Leben teilhaben und Teil der Gesellschaft sein. Darauf machen die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie und die Hirnliga aufmerksam.

Betroffene wünschen sich, ihren Alltag selbst zu gestalten, ihren gewohnten Hobbies nachzugehen, etwas Sinnvolles zu tun und im Freundeskreis und in der Gemeinde aktiv zu bleiben. Das alles ist möglich, wenn Menschen mit Demenz und ihre Familien die nötige Unterstützung erhalten.

„Für ein gutes Miteinander brauchen wir Offenheit in unserer Gesellschaft. Dies gilt ganz besonders bei der Begegnung mit Menschen mit Demenz“, betont Monika Kaus, die Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. „Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen erfahren, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und dazugehören. Wir brauchen in der breiten Bevölkerung mehr Wissen über das Krankheitsbild und mehr Verständnis für die Erkrankten.“

 

Angehörige stärker unterstützen

Angehörige tragen die Hauptlast der Pflege und Betreuung von Demenzerkrankten. „Sie benötigen hierfür auch konkrete Unterstützung. So müssen zum Beispiel zeitnah die Empfehlungen des Beirats zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf mit der Forderung einer Lohnersatzleistung umgesetzt werden“, erklärt Kaus.

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen. In Deutschland organisieren die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten und anderem machen sie die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer und andere Demenzerkrankungen aufmerksam.

Foto: © New Africa - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
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