Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

10.000 Schritte am Tag zügig zu gehen macht sie effektiver

Dienstag, 18. Oktober 2022 – Autor:
10.000 Schritte am Tag erhalten die Gesundheit, so lautet das Diktum. Forscher aus Australien und Dänemark haben untersucht, ob das stimmt. Sie statteten ihre Probanden mit Trackern aus. Und kamen zu einem interessanten Ergebnis.
Wer zügig geht, hat mehr vom Leben, meinen Forscher

– Foto: Pixabay/Ingrid

10.000 Schritte am Tag erhalten die Gesundheit, so lautet das Diktum. Forscher der University of Sydney und der University of Southern Denmark haben untersucht, ob das wirklich stimmt. Sie statteten ihre Probanden mit Trackern aus. Und kamen zu einem interessanten Ergebnis.

An der Studie, die in den Fachzeitschriften JAMA Internal Medicine und JAMA Neurology veröffentlicht wurde, nahmen 78.500 britische Erwachsene im Alter von 40 bis 79 Jahren teil. Sie trugen einen Beschleunigungsmesser am Handgelenk, um die körperliche Aktivität über einen Zeitraum von 7 Tagen (mindestens 3 Tage, einschließlich eines Wochenendtages und Überwachung während der Schlafphasen) zu messen.

Risiko eines vorzeitigen Todes sinkt ab 2.000 Schritten

Sieben Jahre später wurden ihre Krankheitsdaten erneut erhoben. Nur diejenigen, die zu Studienbeginn frei von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Demenz waren und in den ersten zwei Jahren der Studie krankheitsfrei waren, wurden in die End-Bewertung aufgenommen.

Ergebnis: Jede 2.000 Schritte senkten das Risiko eines vorzeitigen Todes jeweils um 8 bis 11 Prozent, bis zu etwa 10.000 Schritten pro Tag. Ähnliche Assoziationen wurden für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen beobachtet.

 

3.800 Schritte senken das Demenz-Risiko um 25 Prozent

Bereits 3.800 Schritte pro Tag reduzierten das Demenz-Risiko um 25 Prozent, betont Co-Hauptautor Prof. Borja del Pozo Cruz von der University of Southern Denmark und Forscher an der der Universität von Cadiz. 9.800 Schritte am Tag waren die optimale Dosis und mit einem um 50 Prozent geringeren Demenz-Risiko verbunden.

Doch nicht nur die Anzahl der Schritte, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der sie zurückgelegt werden, spielt eine Rolle. "Die Schrittzahl ist leicht verständlich und wird dank der wachsenden Popularität von Fitness-Trackern und Apps häufig verwendet, um das Aktivitätsniveau zu verfolgen. Aber selten denken die Leute über das Tempo ihrer Schritte nach", erklärte der leitende Autor Emmanuel Stamatakis von der University of Sydney.

10.000 Schritte am Tag zügig zu gehen macht sie effektiver

Ein schnelleres Schritttempo oder eine höhere Schrittintensität wie beim Powerwalken erhöhten die Vorteile. Es ergaben sich positive Assoziationen für alle Endpunkte (Demenz, Herzerkrankungen, Krebs und Tod) über die Gesamtzahl der täglichen Schritte hinaus. 10.000 Schritte am Tag zügig zu gehen macht sie also effektiver.

Fazit der Forscher: "Ergebnisse aus diesen Studien könnten in die Richtlinien für körperliche Aktivität einfließen und dazu beitragen, wirksame Programme für die öffentliche Gesundheit zu entwickeln, die darauf abzielen, chronischen Krankheiten vorzubeugen."

Sie schränkten ein, dass es sich um Beobachtungsstudien handelt, was bedeutet, dass sie keine direkte Ursache und Wirkung zeigen können, weisen jedoch auf die starken und konsistenten Zusammenhänge hin, die auf Bevölkerungsebene beobachtet wurden.

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Sport , Bewegungstherapie , Herz-Kreislauf-System , Krebs , Demenz
 

Weitere Nachrichten zum Thema Sport

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Diabetiker haben normalerweise ihre Krankheit von Geburt an, aufgrund eines Organ-Defekts der Bauchspeicheldrüse (Typ 1). Oder sie erwerben sie durch einen jahrelangen ungesunden Lebenswandel (Typ 2). Wissenschaftler sagen jetzt: Es geht auch beides.

Etwa 5 Prozent der Bevölkerung verträgt kein Gluten. Das ist ein Klebereiweiß, das in Getreide wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Emmer vorkommt. Doch Lebensmittel haben, wenn Getreide verarbeitet wurde, einen sehr unterschiedlichen Glutengehalt.

 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin