Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
09.03.2020

Zwei Corona-Todesfälle in Nordrhein-Westfalen

In Deutschland sind erstmals zwei Menschen am Coronavirus verstorben. Beide Todesfälle traten in Nordrhein-Westfalen auf, wo es derzeit die meisten Infektionen gibt.
NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu den ersten beiden Coronavirus-Todesfällen in Deutschland: Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen

NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu den ersten beiden Coronavirus-Todesfällen in Deutschland: Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen

Deutschland blickt auf die ersten Corona-Todesfälle: Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine 89-jährige Frau aus Essen und einen 78-jährigen Mann aus dem Landkreis Heinsberg – beide stammen also aus Nordrhein-Westfalen.

Die Frau soll seit Anfang März am Uniklinikum Essen behandelt worden und von Anfang an in einem kritischen Zustand gewesen sein, teilte die Stadt Essen mit. Am Montagmittag sei sie dann an einer Lungenentzündung – verursacht durch das Coronavirus - gestorben.

Das zweite Todesopfer soll an Diabetes und Herzproblemen gelitten haben. Der 78-jährige Mann hat sich laut Landrat Stephan Pusch am Freitag in ein Krankenhaus in Geilenkirchen begeben, weil er sich seit Tagen schlecht gefühlt habe. Er sei positiv auf das Coronavirus getestet und stationär aufgenommen worden. Am Montagmittag sei er dann an Herzversagen gestorben.

Mit Bestürzung habe er vom Tod der beiden Patienten erfahren, erklärte NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag. „Die Todesfälle zeigen: Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen.“

Drei Deutsche der Krankheit COVID-19 erlegen.

Am Sonntag war bereits ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten am Coronavirus gestorben. Der Mann stammte aus Hamburg. Damit sind drei Deutsche der neuen Krankheit COVID-19 erlegen.

Derweil klettern die Infektionszahlen in Deutschland praktisch stündlich. Am Montagmorgen um 8 Uhr meldete das Robert Koch-Institut noch 1.112 Infektionen. Um 15 Uhr waren es bereits 17 mehr, nämlich 1.139 Infektionen.

Nordrhein-Westfalen ist das bisher am stärksten betroffene Bundesland. Am 25. Februar wurde hier die erste Coronavirusinfektion nachgewiesen (nach Bayern). Bis zum heutigen Montag, also noch keine zwei Wochen später, sind 515 Fälle bestätigt worden. 

Weltweit sollen sich inzwischen mehr als 110.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. 

Autor: ham
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin , Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Coronavirus , Infektionskrankheiten
 

Weitere Nachrichten zum Thema Coronavirus-Epidemie

05.03.2020

Kann man sich weigern, am Arbeitsplatz zu erscheinen? Was ist, wenn ein Betrieb vorübergehend dichtmacht – oder man selbst in Quarantäne gehen muss? Bekomme ich auch bei Corona mein Gehalt weiter gezahlt? Während die Zahl der mit dem neuen Virus Infizierten auch in Deutschland steigt, sind nicht nur medizinische Verhaltensregeln, sondern auch (arbeits)rechtliche Bestimmungen zu beachten.

25.02.2020

Während das Coronavirus in Italien die ersten Todesopfer fordert, ist hierzulande eine Diskussion darüber entbrannt, ob das deutsche Gesundheitssystem einen Massenanfall an Patienten wirklich so einfach bewältigen könnte. Für gefährliche Infektionen existieren nur rund 60 Betten. Manche Experten sagen aber: Corona geht auch im normalen Krankenhaus.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.

 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin