Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Zehn natürliche Tricks für eine gute Verdauung

Mittwoch, 28. September 2022 – Autor:
Unser Verdauungssystem sorgt 24 Stunden am Tag wie selbstverständlich dafür, dass der Körper bekommt, was er braucht. Damit es gut funktioniert und uns Verdauungsprobleme erspart bleiben, können wir Magen und Darm aktiv und ganz natürlich unterstützen.
Frau gabelt freudig einen selbstgemachten Salat.

Sich gesund ernähren, gut kauen, viel Bewegung, die Heilkraft von Tees und Kräutern nutzen: Das sind nur einige Mittel, wie wir unser Verdauungssystem bei seiner Arbeit unterstützen können. – Foto: AdobeStock/rh2010

Brathähnchen, Salatblätter, Gummibärchen: In ihrer ursprünglichen Form kann der Organismus unsere Nahrung nicht aufnehmen. Sie ist zu gegenständlich und besteht aus komplexen Nährstoffen – Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten, Mineralien und Spurenelementen. Damit er unser Körper Essen und Trinken zur Energiegewinnung und zum Aufbau und der Erhaltung seiner Substanz tatsächlich nutzen kann, muss er sie schrittweise in ihre Bestandteile zerlegen: Der Verdauungsprozess umfasst insgesamt die Zerkleinerung, die enzymatische Spaltung und die Aufnahme der Nahrungsbestandteile ins Blut. Verschiedene Enzyme spalten dabei zum Beispiel Eiweiße in einzelne Aminosäuren, Kohlenhydrate als Mehrfachzucker in Einfachzucker und Fette in Fettsäuren.

Verdauung: Geschwindigkeit entscheidet über Nährstoffaufnahme und Darmflora

Eine aktuelle Studie von Max-Planck-Institut und der TU München zeigt zudem: Auch die Geschwindigkeit, mit der der Speisebrei den Darm passiert, bestimmt unmittelbar darüber, wie gut wir Nährstoffe aufnehmen und wie gesund die Bakterienflora auf der Darmschleimhaut ist, was wiederum für ein starkes Immunsystem von Bedeutung ist. Die Verdauung ist damit ein hochkomplizierter und -komplexer Prozess, der für den Körper und unser Wohlbefinden von vitaler Bedeutung ist.

 

Typische Verdauungsprobleme: Blähungen, Durchfall, Verstopfung

Funktioniert die Verdauung nicht, wie sie soll und könnte, können Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall die Folge sein. Mit schlechten Ernährungsgewohnheiten können wir die Verdauung behindern – mit guten könnten wir sie aber auch aktiv unterstützen. Es gibt eine ganze Reihe von natürlichen Methoden, um die Verdauung zu verbessern – von speziellen Ballaststoffen über Tees und Gewürze bis zu Heilwasser, das die Verdauung sanft in Schwung bringt. Hier sind zehn Ratschläge von Experten, wie wir dem Körper auf natürliche Weise helfen können:

Regelmäßig leichte Mahlzeiten:

Wer Probleme mit der Verdauung hat, sollte seinem Körper nicht zu viel zumuten. Am besten ist es, regelmäßig (3-5 x täglich) leichte, gut verdauliche und nicht zu fettreiche Mahlzeiten zu essen.

Gesund essen:

Der Bauch freut sich über frisches, buntes und abwechslungsreiches Essen mit viel Gemüse und Obst, Vollkorngetreide und pflanzlichen Ölen.

Gut kauen und genießen:

Die Verdauung beginnt bereits im Mund. Deshalb lohnt es sich, gründlich zu kauen und die Mahlzeiten in Ruhe zu genießen. Dann hat der Darm weniger zu tun.

Bakterien als nützliche Helfer:

Milchsäurebakterien und weitere nützliche Bakterien helfen dem Darm, die Nahrung abzubauen. Sie finden sich vor allem in fermentierten Produkten wie Joghurt oder Sauerkraut.

Genügend trinken:

Damit es im Darm geschmeidig vorangeht, braucht es genug Flüssigkeit. Deshalb sollte man jeden Tag mindestens 1,5 Liter trinken, am besten kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser, Heilwasser oder Tee.

Heilwasser mit Sulfat:

Beim Trinken kann man die Verdauung zusätzlich fördern durch ein Heilwasser mit viel Sulfat (ab etwa 1.200 mg/l). Denn Sulfat kann die Produktion von Verdauungssäften ankurbeln und die Darmaktivität anregen.

Heilsame Gewürze und Tees:

Bei Blähungen oder Bauchschmerzen können Gewürze und Kräutertees die Beschwerden lindern. Anis, Fenchel oder Kümmel können Blähungen mildern. Kamille oder Pfefferminze beruhigen bei Schmerzen.

Zusätzliche Ballaststoffe:

Bei akuter Verstopfung können zusätzliche Ballaststoffe aus Flohsamenschalen, Trockenpflaumen oder Feigen helfen, den Darm wieder in Schwung zu bringen. Dazu aber unbedingt genug trinken!

Körperliche Aktivität:

Regelmäßige Bewegung massiert den Darm und bringt ihn auf Trab. Deshalb am besten jeden Tag eine Runde spazieren gehen, Sport treiben, Tanzen oder spezielle Bauchgymnastik machen.

Entspannen und loslassen:

Der Darm reagiert empfindlich auf Stress. Also öfter mal Pause machen und Entspannen. Wichtig ist auch, sich Zeit zu nehmen für den Toilettengang und ihn nicht zu unterdrücken.

(Quelle: Informationsbüro Heilwasser)

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Darm
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Verdauung und Darmgesundheit“

Dass man Blähungen im Bauch hat und immer wieder pupsen muss, kann manchmal peinlich sein, ist zunächst aber ein ganz normaler Vorgang. Die Ursachen sind meist harmlos und lassen sich schon durch eine Umstellung von Ernährungsgewohnheiten ändern. Allerdings können auch bestimmte Erkrankungen dahinterstecken.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Normalerweise beginnt die Grippesaison nach dem Jahreswechsel. Weil das Immunsystem bei vielen dank der Hygienemaßnahmen aus der Corona-Pandemie auch bei Grippe aus der Übung ist, erwarten Experten die Winter-Welle diesmal früher, schneller und heftiger.

Kochsalz macht Lebensmittel herzhaft – und ist als Natriumchlorid der wichtigste Mineralstoff im Körper. Doch wir brauchen sehr viel weniger davon, als wir denken. Ab einer Tiefkühlpizza müssten wir den Salzkonsum für den Rest des Tages einstellen.

Die Nase ist dicht, man kriegt schwer Luft, es drückt und schmerzt: Wer eine Erkältung oder Grippe hat, hat oft auch eine Nasennebenhöhlen-Entzündung. Was kann man tun, um diese normalerweise harmlose, aber unangenehme Atemwegserkrankung zu behandeln?
 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin