. Tag der Zahngesundheit 2019

Zahnpflege bei Jugendlichen besonders wichtig

Zähneputzen steht bei Jugendlichen nicht unbedingt hoch im Kurs. Gleichzeitig nimmt in der Pubertät häufig der Hang zu einem ungesunden Lebensstil zu. Daher kommt der Zahnpflege in diesem Alter eine besondere Bedeutung zu.
Tag der Zahngesundheit

Jugendliche neigen dazu, ihre Zahnpflege zu vernachlässigen

Zähneputzen – Gerade Jugendliche haben oft keine Lust darauf. Dennoch wird die Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen hierzulande immer besser. Dank früher und umfassender Prävention sind die deutschen Jugendlichen weltweit an der Spitze bei der Zahngesundheit. Luft nach oben gibt es dennoch, und während viele Kinder ihre Zähne mittlerweile gründlich putzen, nimmt die Lust auf die Zahnpflege in der Pubertät häufig wieder ab. Der Tag der Zahngesundheit am 25. September 2019 will Jugendliche durch altersgerechte Aufklärung daher motivieren, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen.

Deutschland bei der Zahngesundheit Jugendlicher Spitzenreiter

Um die Mundgesundheit deutscher Teenager steht es recht gut. Studien haben ergeben, dass 80 Prozent der 12-Jährigen hierzulande kariesfreie Zähne haben. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 1997. Damit ist Deutschland bei der Zahngesundheit von Jugendlichen zusammen mit Dänemark internationaler Spitzenreiter.

Die Untersuchungen zeigen auch, dass die Entwicklung über alle sozialen Schichten hinweg positiv verläuft. Dennoch muss die Zahngesundheit weiter gefördert werden, besonders bei Jugendlichen. „Teenager treffen vermehrt Entscheidungen ohne die Eltern, auch was ihren Lebensstil betrifft“, erklärt Dr. Christian Rath, Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene. „Das hat Folgen für die Mundgesundheit, denn Zähneputzen, gesunde Ernährung und regelmäßige Besuche in der zahnärztlichen Praxis gehören nicht unbedingt dazu.“ Am diesjährigen Tag der Zahngesundheit steht daher die Mundgesundheit von Jugendlichen im Mittelpunkt. Das Motto lautet: „Gesund beginnt im Mund – Ich feier’ meine Zähne!“.

 

Mundgeruch in der Pubertät häufig

Um Jugendliche vom Sinn der Zahnpflege zu überzeugen, spricht der Tag der Zahngesundheit sie zu diesem und vielen anderen Themen über einen eigenen Instagram-Kanal an. Darüber hinaus hat der Verein für Zahnhygiene Info-Flyer produziert. Darin wird unter anderem auf den Zusammenhang zwischen Ernährung und Karies oder Mundhygiene und Mundgeruch eingegangen. Letzteren vermeiden zu können, ist ein überzeugendes Argument für regelmäßiges Zähneputzen – schließlich ist es Teenagern enorm wichtig, bei Gleichaltrigen gut anzukommen.

Bei Zahnfleischentzündungen noch gründlicher putzen

In diesem Zusammenhang weist der Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. darauf hin, dass auch eine Zahnfleischentzündung Mundgeruch verursachen kann. Für diese Erkrankung, die sich häufig durch Zahnfleischbluten bemerkbar macht, sind Jugendliche aufgrund hormoneller Umstellungen besonders anfällig.

Heranwachsende sollten beim Zähneputzen daher keinesfalls das Zahnfleisch vergessen. Auch wenn es dabei blutet, darf es nicht ausgespart werden. Im Gegenteil sollte in diesem Fall die Mundhygiene hochgefahren sowie eine Kontrolle in der zahnärztlichen Praxis vereinbart werden.

Foto: © Khorzhevska - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Zahnmedizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Zahnpflege

| Kinder haben heute seltener Karies als 1991. Zugleich ist die Anzahl der eigenen Zähne bei Senioren höher als vor 25 Jahren. Dennoch haben die Zahnärzte noch genug zu tun. Zum 25. Tag der Zahngesundheit gibt die Initiative pro Dente 25 Tipps für die richtige Zahnpflege. So halten die Zähne länger.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Kopflausbefall ist europaweit die häufigste Parasiten-Erkrankung im Kindesalter. Fälschlicherweise wird der Befall oft auf mangelnde Hygiene zurückgeführt. Betroffene schämen sich und schweigen. Dabei ist es wichtig, über das Tabuthema offen zu sprechen und die Parasiten so schnell es geht zu behandeln. Sonst können sie weitere Familienmitglieder, Mitschüler oder Freunde befallen.
 
 
. Kliniken
. Interviews
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.
Noch müssen Ärzte in Deutschland keine Triagierung von COVID-19-Patienten vornehmen. Doch was wenn, die Intensivkapazitäten auch hier zu Lande nicht reichen? Gesundheitsstadt Berlin hat über das bedrückende Thema mit Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen gesprochen. Die Charité-Medizinerin befasst sich als Mitglied des Deutschen Ethikrats und einer soeben eingerichteten Task Force des Berliner Senats intensiv mit dem Worst-Case-Szenario „Triagierung“.