. Meta-Studie

Yoga offenbar hilfreich bei COPD

Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) profitieren von atemfokussiertem Yoga. Eine Übersichtsarbeit zeigt, dass sich sowohl Lungenfunktion als auch Leistungsfähigkeit durch die speziellen Atemtechniken verbessern.
COPD-Patienten können viel für sich tun: Yoga Atemübungen und mit dem Rauchen aufhören

COPD-Patienten können viel für sich tun: Yoga Atemübungen verbessern Wohlbefinden und Lungenfunktion

COPD-Patienten wird vor allem eines empfohlen: Hören Sie mit dem Rauchen auf. Doch ein Rauchstopp fällt den meisten schwer. Eine weitere Möglichkeit, die Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung zu verbessern, ist Yoga bzw. atemfokussiertes Yoga.

Eine große Übersichtsarbeit, in der elf entsprechende Studien mit insgesamt 586 Patienten ausgewertet wurden, belegt den positiven Effekt der Atemübungen. Zentrales Ergebnis: Atemfokussierte Yoga-Übungen können sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Lungenfunktion von COPD-Patienten verbessern. Gemessen wurde die körperliche Leistungsfähigkeit anhand des 6-Minuten-Gehtests und die Lungenfunktion anhand der Einsekundenkapazität (FEV1). Hier zeigten sich deutliche Verbesserungen gegenüber der Kontrollgruppe, wenn COPD-Patienten atemfokussierte Yoga-Übungen absolvierten. Andere Yoga-Übungen zeigten hingegen keinen Effekt. Unerwünschte Ereignisse traten nur äußerst selten auf.

Yoga wirksame Zusatzmaßnahme für COPD-Patienten

Yoga könne eine wirksame Zusatzmaßnahme für COPD-Patienten darstellen, schlussfolgern die Autoren um Dr. Holger Cramer vom Universitätsklinikum Duisburg Essen. Die Studie „The risks and benefits of yoga for patients with chronic obstructive pulmonary disease: a systematic review and meta-analysis“ wurde 2019 im Journal „Clinical Rehabilitation“ veröffentlicht.

Noch besser wäre es allerdings zusätzlich mit dem Rauchen aufzuhören. Rauchen ist der mit Abstand häufigste Grund für eine COPD.

 

Rauchstopp bringt mehr Luft und Energie

Eine andere Studie hat gerade gezeigt, dass COPD-Patienten in vielerlei Hinsicht von einem Rauchstopp profitieren. In der vorliegenden Studie aus Italien gelang es jedem zweiten Studienteilnehmer mit dem Rauchen aufzuhören. Diese Patienten erzielten bei der FEV1-Untersuchung und dem 6-Minuten-Gehtest wesentlich bessere Werte als diejenigen, die weiterhin rauchten. Auch die Sauerstoffsättigung im arteriellen Blut und Symptome - bestimmt durch den COPD Assessment Test (CAT) - verbesserten sich durch den Rauchstopp. Die Studie „Effectiveness of smoking cessation in smokers with COPD and nocturnal oxygen desaturation: Functional analysis“ wurde im Oktober 2019 im „The Clinical Respiratory Journal“ veröffentlicht.

Inwieweit sich die Effekte von Yoga-Atemübungen und Rauchstopp addieren, geht aus den beiden Studien nicht hervor.

Foto: pixabay

Autor: ham
Hauptkategorie: Medizin
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