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Woran ein Schlaganfall zu erkennen ist

Meist sind es Laien, die Zeugen eines Schlaganfalls werden. Häufig sind sie sich jedoch nicht sicher, ob es sich wirklich um einen Schlaganfall handelt und was sie tun sollen. Der FAST-Test gibt eine einfache Hilfestellung, wie in diesem Fall vorzugehen ist.
Schlaganfall erkennen, FAST-Test

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute

Bei einem Schlaganfall ist schnelles Handeln wesentlich. Denn je mehr Zeit bis zur Behandlung vergeht, desto schlechter sind die Überlebenschancen. Auch das Risiko für bleibende Schäden steigt mit jeder Minute, die bis zum Einsetzen der Therapie vergeht. Doch viele Menschen sind unsicher, wie sie einen Schlaganfall erkennen können. Wie die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DGS) mitteilt, hilft der sogenannte FAST-Test, die Symptome eines Schlaganfalls richtig zu deuten.

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall

Meist ist ein Blutgerinnsel schuld an einem Schlaganfall, wie die DGS mitteilt: In 85 Prozent der Fälle wird eine Gehirnarterie durch einen Blutpfropf blockiert und dahinterliegende Gehirnbereiche werden von der Durchblutung abgeschnitten und so geschädigt. Deutlich seltener geht der Insult auf das Reißen eines Blutgefäßes im Gehirn zurück. „Was auch immer die Ursache ist – ein Schlaganfall ist immer ein medizinischer Notfall“, so Professor Wolf-Rüdiger Schäbitz, Pressesprecher der DGS und Chefarzt an der Klinik für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld-Bethel.

 

Mit dem FAST-Test einen Schlaganfall erkennen

Um einen Schlaganfall zu erkennen, hat sich als einfache Entscheidungshilfe der sogenannte FAST-Test bewährt. Er ist mittlerweile auch fester Bestandteil der Rettungssanitäterausbildung. FAST steht dabei für Face, Arm, Speech und Time – Gesicht, Arm, Sprache, Zeit. Im Einzelnen sollte man dabei folgendermaßen vorgehen:

  1. Face: Zunächst wird der Betroffene um ein Lächeln gebeten. Verzieht sich dabei das Gesicht einseitig, deutet das auf eine Gesichtslähmung hin.
  2. Arm: Nun soll die Person die Arme nach vorne strecken und dabei die Handflächen nach oben drehen. Bei einer (meist einseitigen) Lähmung kann ein Arm die Hebung und/oder Drehung nicht mitvollziehen.
  3. Speech: Schließlich wird der Betroffene noch gebeten, einen einfachen Satz nachzusprechen. Gelingt dies nicht oder nur sehr undeutlich, ist das ebenfalls als Warnsignal zu werten.
  4. Time: Ist einer der drei Tests auffällig, zählt jede Minute. Es muss sofort die 112 gewählt werden.

Genaue Diagnose erfolgt am besten in Stroke-Units

Schlaganfall-ähnliche neurologische Symptome wie Bewusstseinsstörungen, Lähmungen und starke Kopfschmerzen können auch bei Patienten mit schwerer Migräne oder Epilepsie auftreten. „In diesen Fällen spricht man von Schlaganfall-Mimics“, erläutert Schäbitz. Auch hier müsse in jedem Fall schnell reagiert und sofort das Rettungssystem aktiviert werden – denn ob es sich nicht doch um einen Schlaganfall handelt, wird am besten in der nächsten Stroke-Unit geklärt.

Foto: © DOC RABE Media - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
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