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Wirkstoff aus grünem Tee könnte bei Endometriose und Myomen helfen

Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), der Hauptwirkstoff des grünen Tees, könnte eine nebenwirkungsarme Möglichkeit sein, Endometriose und Myome zu bekämpfen. Verschiedene Studien haben bereits Hinweise auf die Wirksamkeit geliefert.
Grüner Tee bei Endometriose und Myomen wirksam

Dem Extrakt des grünen Tees werden viele gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt

Endometriose und Myome (Uterus myomatosus) sind die häufigsten gutartigen Erkrankungen der Frau. Myome sind Wucherungen, die in der Muskelschicht der Gebärmutter auftreten. Meist verursachen sie keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt, doch manchmal können sie zu Blutungsstörungen oder Schmerzen führen. Die Endometriose ist eine gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, bei der sich die Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle ansiedeln. Dies führt bei vielen Betroffenen zu starken Menstruationsbeschwerden und kann auch Unfruchtbarkeit zur Folge haben. In schweren Fällen können bei beiden Erkrankungen Operationen notwendig sein oder Medikamente zum Einsatz kommen. Einen nebenwirkungsärmeren Therapieansatz stellt möglicherweise der Einsatz von Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) dar, des Hauptwirkstoffs des grünen Tees.

EGCG konnte Größe der Myome reduzieren

In Experimenten mit Hamstern und Mäusen wurde bereits gezeigt, dass EGCG die Entwicklung einer experimentellen Endometriose zurückdrängen konnte. Auch in humanen Zellkulturen konnte die Vermehrung der Zellen signifikant reduziert werden. Klinische Studien am Menschen liegen allerdings noch nicht vor. Anders bei den Myomen: Hier konnte eine randomisierte Studie mit 33 Frauen zeigen, dass eine Gabe von 800 mg Grüntee-Extrakt über vier Monate zu einem signifikanten Rückgang der Wucherungen führte. Auch Symptome wie Schmerzen oder erhöhter Blutverlust konnten durch das EGCG deutlich reduziert werden.

Um die Ergebnisse zu bestätigen, sind jedoch noch weitere Studien notwendig. Die Wirkung von EGCG wird mittlerweile vielfach untersucht. So werden dem Stoff unter anderem antioxidative, entzündungshemmende sowie metastasierungshemmende Wirkungen zugeschrieben.

 

Grüner Tee bei verschiedenen Krankheiten sinnvoll?

Aus diesen Gründen werden dem Extrakt des grünen Tees mittlerweile positive Wirkungen auf verschiedene Erkrankungen nachgesagt. So wird er bei Bluthochdruck empfohlen, bei Multipler Sklerose, und sogar bei Morbus Alzheimer soll er positive Effekte haben. Allerdings sollte man die Hoffnungen zurzeit noch nicht zu hoch ansetzen, denn noch fehlen wirkliche Beweise für die Wirkkraft des EGCGs. Und allein mit dem Genuss von grünem Tee wird man die erforderlichen therapeutischen Wirkspiegel wahrscheinlich sowieso nicht erreichen. Höherdosiertes EGCG kann man allerdings in freiverkäuflichen Kapseln erwerben.

Foto: © Africa Studio - Fotolia.com

 

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