. Frühgeborenen-Versorgung / Infektionen

Wieder Frühchen an der Charité mit Darm-Keim infiziert

Erneut ist die Frühchen-Station der Berliner Uniklinik Charité von einem Keim-Ausbruch betroffen. Vier von zwölf Säuglingen am Campus Virchow Klinikum sind mit dem Darmkeim Serratia marcescens infiziert. Infektionsquelle war wahrscheinlich eine Mutter.
Keim-Infektionen auf Frühchenstationen sind seltener geworden, bleiben aber dramatisch

Frühchen sind besonders empfindlich für Keim-Infektionen.

Ein fünfter Verdachtsfall im Rahmen des Serratien-Ausbruchs erwies sich als Fehlalarm. Dennoch ist für die Station ein Aufnahmestopp verhängt. „Es können derzeit keine weiteren intensivpflichtigen Frühgeborenen aufgenommen werden. Diese müssen an den Campus Charité Mitte oder an andere Krankenhäuser verwiesen werden“, so Charité-Sprecher Uwe Dolderer. Zwölf von 16 Betten auf der Station sind belegt. Damit ist die Station unter den momentanen Umständen an ihren Grenzen. Die vier infizierten Babys sind derzeit isoliert.

Ursache für die Versorgungseinschränkung ist der Nachweis des Keims Serratia marcescens bei fünf Neugeborenen mit extrem niedrigem Gewicht oder schweren Begleiterkrankungen. „Trotz ihres insgesamt sehr hohen Risikos sind derzeit alle Kinder stabil“, erklärte Dolderer. Alle zuständigen Behörden seien informiert und die Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen, so der Charité-Sprecher weiter.

Frühchen sind besonders anfällig