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Wie Sport gegen Krebs hilft

Immer mehr Studien zeigen, dass sich Sport positiv auf den Verlauf einer Krebserkrankung auswirken kann. Die Techniker Krankenkasse (TK) weitet aus diesem Grund ihr Angebot „Sport als Therapie“ nun auch auf bestimmte Krebserkrankungen aus.
Wie Sport bei Krebs hilft

Sport wirkt sich positiv bei Krebs aus

Krebspatienten wurde früher geraten, ihre Kräfte zu schonen und auf Sport zu verzichten. Dies ist heute anders. So weiß man mittlerweile, dass Sport die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie reduzieren und die Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität der Betroffenen enorm verbessern kann. Doch nicht nur das: Sport hat Studien zufolge offenbar auch direkte Einflüsse auf die Entstehung von Krebs und den Verlauf einer Krebserkrankung.

„Sport als Therapie“ jetzt auch bei Krebs

Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Programm „Sport als Therapie“ bei Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes und der positiven Berichte über die Wirkung von Sport bei Krebs weitet die Techniker Krankenkasse (TK) ihr Angebot nun aus: Ab sofort ist das Programm "Sport als Therapie", abseits von der Regelversorgung, auch für Brustkrebs-, Prostatakrebs- und Darmkrebspatienten anwendbar. „Sport wird integraler Bestandteil der Krebsbehandlung“, kommentiert der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast diese Entscheidung.

Anders als Reha-Maßnahmen, die erst im Anschluss an die Akuttherapie beginnen, soll das Sportprogramm der TK direkt nach der Krebsdiagnose einsetzen. Dabei liegt der Fokus auf Konditions- und Kraftübungen, zügigem Gehen oder Spinning. Sechs Monate soll der Patient zunächst dreimal pro Woche unter Aufsicht im Reha-Zentrum trainieren; später sollte eigenständig trainiert werden, und die Begleitung erfolgt nur noch einmal pro Woche.

Sport reduziert Nebenwirkungen einer Chemotherapie

Professor Martin Halle von der Technischen Universität München (TUM), der das Programm wissenschaftlich begleitet, erklärt: „Durch den Sport kann der Patient dazu beitragen, dass die Therapie optimaler wirkt. Denn nur ein fitter Patient kann eine Chemo adäquat tolerieren.“ Zudem verweist er auf Studien, die zeigen, dass vier beziehungsweise drei Stunden moderate Bewegung pro Woche die Sterblichkeit bei Brust- und Darmkrebs nach fünf Jahren deutlich reduzieren konnten. Auch zeigte sich, dass Bewegung das Fatigue-Symptom bei Krebs deutlich senkt.

Foto: © sabine hürdler - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin

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