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Wie Sie eine Sonnenallergie behandeln

Pusteln, rote Punkte, juckender Ausschlag am Dekolletee oder auf den Unterarmen nach Aktivitäten im Freien? Das kann eine Sonnenallergie sein. Doch wie kann man eine Sonnenallergie behandeln?
Sonnenallergie behandeln

Wann muss ein Arzt eine Sonnenallergie behandeln?

Des einen Freud, des anderen Leid: Manch einer leidet unter der Sommersonne und kann die wärmenden Strahlen kaum genießen. Treten nach einem Sonnenbad oder Aktivitäten im Freien Pusteln, Rötungen und Juckreiz an solchen Stellen auf, die stark der Sonne ausgesetzt sind, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Sonnenallergie.

Der Begriff Sonnenallergie umfasst sehr viele verschiedene Formen von Lichtdermatosen. So werden Hautreaktionen in Folge von Lichteinstrahlung medizinisch genannt. Die Erste-Hilfe-Maßnahme, mit der Sie eine Sonnenallergie behandeln, ist jedoch immer dieselbe: Raus aus der Sonne und kühlen! Coolpacks und Eiswürfel in ein Tuch wickeln, um Kälteschäden zu vermeiden.

Symptome der Sonnenallergie behandeln

Kühlung ist der erste Schritt um die Symptome und Begleiterscheinungen einer Sonnenallergie zu behandeln. Das hilft, den Juckreiz zu stillen. Gegen den Juckreiz wirken auch antihistaminhaltige Gels und cortisolhaltige Salben. Bis die Symptome abgeklungen sind, sollte auf jeden Fall die direkte Sonne gemieden werden.

Welche Therapie langfristig helfen kann, damit die Beschwerden nicht wiederkommen, ist umstritten. Viele gehen davon aus, dass eine Sonnenallergie durch so genannte Freie Radikale verursacht wird. Sie setzen auf Radikalenfänger – auch Antioxidantien genannt – um erneuten Symptomen vorzubeugen. Die Wirkstoffe gibt es zum Auftragen auf die Haut ebenso wie zum Einnehmen. Eine schützende Wirkung wird unter anderem Vitamin E, Kalzium, Betakarotin und Omega-3-Fettsäuren zugesprochen. Bewiesen ist das alles nicht.

Wann der Arzt eine Sonnenallergie behandeln muss

Weil allergische Hautreaktionen unter Sonneneinstrahlung aber völlig verschiedene Ursachen haben können, sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Manchmal kann auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten zu einer Sonnenallergie führen. Das kommt zum Beispiel bei manchen Antibiotika vor. Auch andere Arzneimittel erhöhen bei manchen Menschen die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Lichtreizen. Dann muss der Arzt prüfen, ob das Medikament gewechselt werden kann.

Auch wenn eine Sonnenallergie immer wieder auftritt, sollte sie ärztlich abgeklärt werden. Spätestens wenn eine polymorphe Lichtdermatose immer schlimmer wird, ist auf jeden Fall Hilfe vom Arzt gefragt. Unter Umständen kann dann eine Untersuchung und Therapie in einer speziellen Hautklinik angebracht sein.

Als Arzneimittel zum Einnehmen kommen schulmedizinisch nur Kortikosteroide und Immunsuppresiva in Frage, die jedoch nicht frei von Nebenwirkungen sind. Eine Möglichkeit, mit der Ärzte und Kliniken schwere Formen von Sonnenallergie behandeln, ist eine spezielle Lichttherapie. Dabei wird vor einer Bestrahlung mit UV-Licht eine Substanz auf die Haut aufgetragen, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. So soll gewissermaßen eine Abhärtung erreicht werden. In Eigenregie sollten Sie das jedoch nicht versuchen.

Foto: Coloures-Pic – fotolia.com

Hauptkategorie: Medizin
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| Eine Sonnenallergie äußert sich in Rötung, Brennen und Jucken, auch Bläschen oder Pusteln können sich auf den betroffenen Hauptpartien bilden. Zu dieser Reaktion kommt es wenige Stunden oder Tage nach dem intensiven Sonnenbad. Gegen Sonnenallergie schützen kann eine medizinische Lichtschutz-Lotion. Das belegt eine Studie.

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