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Wie man Rheuma vorbeugen kann

Montag, 10. Oktober 2016 – Autor:
Rauchstopp oder Ernährungsumstellung? Wie man Rheuma am besten vorbeugen kann, erklären Experten im Vorfeld des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober.
Rheuma

Rheumatoide Arthritis ist mit schmerzhaften Gelenkentzündungen verbunden – Foto: andifink - Fotolia

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Rheuma-Erkrankung in Deutschland: Rund 550.000 Erwachsene sind betroffen. Wer vorbeugen möchte, sollte mit dem Rauchen aufhören oder gar nicht erst anfangen. Raucher haben ein höheres Risiko, eine rheumatoide Arthritis zu entwickeln, als Nichtraucher.

„Vor allem die Dauer des Rauchens hat einen starken Einfluss auf die Entstehung der Erkrankung“, sagte Prof. Erika Gromnica-Ihle, Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga, im Vorfeld des 44. Rheumatologen-Kongresses in Frankfurt/Main. Eine Metaanalyse aus zehn Studien an 4.552 Patienten hat ergeben, dass das Erkrankungsrisiko von Personen, die über ein bis zehn Jahre durchschnittlich täglich 20 Zigaretten rauchen, um 26 Prozent erhöht ist. Bei Rauchern, die die gleiche Menge über 21 bis 30 Jahre hinweg konsumieren, ist das Risiko sogar doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.

Warum rauchen das Rheuma-Risiko erhöht

Der zugrundeliegende Mechanismus ist bekannt. Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die körpereigene Abwehr gegen den Körper selbst richtet, anstatt diesen vor Schäden von außen zu schützen. Diese fehlgeleitete Immunabwehr ruft entzündliche Prozesse hervor, in Gelenken, Organen, Muskeln oder Blutgefäßen.

Bei rheumatoider Arthritis wenden sich die Antikörper gegen bestimmte Eiweiße in den Geweben, die sogenannten citrullinierten Peptide. Stoffe im Zigarettenrauch begünstigen die Bildung dieser Eiweiße. Auf diese Weise kann Rauchen die entzündliche Gelenkerkrankung hervorrufen oder sie verschlimmern.

 

Mittelmeer-Diät hat wenig Einfluss auf die Erkrankung

Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle bei rheumatischen Erkrankungen, wenn auch in geringerem Umfang. Bedeutung wird dabei der sogenannten Mittelmeer-Diät beigemessen. Sie beinhaltet viel Gemüse, Obst, Fisch und Meeresfrüchte, Vollkornprodukte und Olivenöl und wenig rotes Fleisch. Die Ergebnisse von aktuellen Langzeitstudien mit 174.638 Frauen zeigen jedoch, dass kein Zusammenhang zwischen einer mediterranen Diät und dem Risiko für rheumatoide Arthritis nachgewiesen werden konnte.

Wie man Rheuma vorbeugen kann

Gromnica-Ihle hat dennoch einige Tipps, mit welcher Ernährung das Risiko verringert werden kann, an einer rheumatoiden Arthritis  zu erkranken: „Es ist empfehlenswert, häufig Fisch und Meeresfrüchte zu essen, denn die Omega-3-Fettsäuren können einen prophylaktischen Effekt haben“, so die Rheumatologin.

Wer bereits an einer rheumatoiden Arthritis erkrankt sei, würde gelegentlich feststellen, dass es beim Genuss bestimmter Speisen zu einer Zunahme der Beschwerden komme. Dann sei es sinnvoll, die betreffenden Nahrungsmittel zu meiden. Zudem ist bekannt, dass deutlich übergewichtige Menschen ein höheres Risiko haben, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken. Heilfasten kann die Therapie unterstützen.

Foto: andifink/fotolia.com

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