Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Wie kann man einen guten Schönheitschirurgen finden?

Bei ästhetischen Behandlungen wird zu wenig auf die Qualifikation des Arztes geachtet. Davor warnt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC).
Wie kann man einen guten Schönheitschirurgen finden?

Brustvergrößerungen zählen zu den beliebtesten Eingriffen in der Schönheitschirurgie.

Empfehlungen sind wichtiger als Internetsuchergebnisse, wenn es um die Entscheidung für einen bestimmten Schönheitschirurgen geht. Das hat die DGÄPC in einer anonymen Umfrage unter 3400 Kunden ihrer Mitglieder herausgefunden. Dennoch sind Online-Suchmaschinen wie Google alltägliche Hilfsmittel bei der Suche nach einem guten Schönheitschirurgen. 35,8 Prozent der Befragten gaben an, dass Google bei der Suche nach dem behandelnden Arzt eine besondere Hilfe gewesen sei. Auch an Arztbewertungsportalen orientiert sich fast jeder vierte Patient (23,5%). Am wichtigsten für die Auswahl eines Arztes für eine ästhetische Behandlung sind jedoch Empfehlungen von Freunden oder Bekannten (52,5%).

Wie andere einen guten Schönheitschirurgen finden

Die Entscheidung für eine schönheitschirurgische Maßnahme und auch die für einen bestimmten Arzt hängt der Umfrage zufolge von ganz verschiedenen Faktoren ab. „Behandlungserfolge und hohe Patientenzufriedenheit sind wichtiger als die Findbarkeit bei Google“, so DGÄPC-Präsident Dr. Torsten Kantelhardt. Dr. Olaf Kauder Tagungspräsident 2017 der Fachgesellschaft ergänzt: „Ein guter Ruf, ein vertrauensvoller Eindruck und ein gewisser Expertenstatus sind wichtige Auswahlkriterien.“ Er warnt jedoch: „Patienten achten aber bei der Arztwahl zu wenig auf die tatsächliche Qualifikation des behandelnden Arztes.“

Als einziges objektives Qualitätskriterium, um einen guten Schönheitschirurgen finden zu können, betrachtet Kauder den Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Diesen Titel dürfen nur Ärzte tragen, die nach ihrem Medizinstudium eine mindestens sechsjährige spezialisierte Weiterbildung auf diesem Fachgebiet durchlaufen haben. Auf diesen Titel achten knapp etwa ein Drittel der Befragten (32,8%). „Vielen Patienten ist aber nicht klar, dass sich jeder Arzt Schönheitschirurg nennen darf, ganz egal, was er eigentlich gelernt hat“, warnt Kauder. Die Fachgesellschaft  DGÄPC sieht daher bei fachärztlichen Qualitätsstandards weiteren Aufklärungsbedarf.

 

Faltenbehandlungen sind die beliebtesten Maßnahmen

Die Qualität und Patientensicherheit haben die ästhetisch-plastischen Chirurgen auch ins Zentrum ihres Jahreskongresses am Wochenende in Berlin gestellt. Dabei geht es um die Vermeidung, Erkennung und Behandlung von Komplikationen beim Einsatz von Faltenfüllmaterialien und Brustimplantaten. „Jede medizinische Behandlung birgt Risiken“, so Kauder. „Indem wir uns intensiv und offen mit Komplikationen befassen, erhöhen wir die Sicherheit für unsere Patienten.“ Den Fokus legt die Fachgesellschaft auf die Behandlungen mit Faltenfüllmaterialien auf Basis von Hyaluronsäure sowie auf Brustvergrößerungen mit Implantaten.

Faltenbehandlungen mit Botox und Faltenunterspritzungen mit Fillern wie Hyaluronsäure stehen an erster Stelle der Beliebtheitsskala ästhetischer Behandlungen der DGÄPC. Insgesamt gab ein knappes Drittel der Befragten an, dass sie eine dieser nicht-operativen Schönheits-Behandlungen vornehmen lassen wollen. Der beliebteste operative Eingriff ist die Augenlidkorrektur, gefolgt von Fettabsaugung und Brustvergrößerung.

Foto: detailblickfoto – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Qualität , Ärzte , Patientensicherheit , Chirurgie , Dermatologie
 

Weitere Nachrichten zum Thema einen guten Schönheitschirurgen finden

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


Bei schweren Covid-Verläufen richtet meist das eigene Immunsystem mehr Schaden an als die eigentliche Virusinfektion. Forscher haben nun herausgefunden, dass dabei ein natürliches Gewebe-Schutzprogramm aus dem Ruder läuft, die sogenannte Seneszenz. Die Erkenntnisse sind für neue Behandlungsmöglichkeiten relevant.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin