. Behandlungsqualität

Wie gut sind die Berliner Notaufnahmen?

Worum geht es dem Patienten, wenn er über die Behandlung in einer Berliner Notaufnahme spricht? Wie und was beurteilen Begleitpersonen? Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Berlin will dies nun herausfinden. Grundlage dafür ist eine soeben gestartete Umfrage. Die Studie steht unter der Schirmherrschaft von Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher.
Wie gut sind die Berliner Notaufnahmen?

Foto: TU Berlin

 

Behandlungsqualität ist ein zentrales Thema für die Berliner Krankenhäuser. Ziel der TU-Studie ist es, die Kriterien zu erfassen und auszuwerten, die ein Patient beziehungsweise eine Begleitperson einer guten Behandlung zugrunde legt.

Die mehrmonatige Umfrage richtet sich an alle Patienten, die in den vergangenen zwölf Monaten bis einschliesslich 15. Februar 2010 in einer Berliner Notaufnahme behandelt und am gleichen Tag wieder entlassen wurden (ambulante Patienten) sowie an deren Begleitpersonen. Die Umfrage erfolgt anonym. Die identifizierten Faktoren und ihr Einfluss auf die Zufriedenheit von Patienten und Begleitpersonen sollen den Krankenhäusern nach der Auswertungsphase in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt werden. Die wissenschaftlichen Ergebnisse werden im Mai 2010 auf dem 7. Deutschen Symposium Zentrale Notaufnahme in Hamburg präsentiert. Eine bundesweite Studie soll sich dann anschliessen.

Initiiert und betreut wird die Umfrage vom TU-Fachgebiet Arbeitswissenschaft & Produktergonomie (AwB) unter der Leitung von Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Friesdorf. Der Forschungsschwerpunkt des Fachgebietes liegt auf dem Gesundheitswesen und hier vor allem auf der Analyse und Optimierung klinischer Arbeitsprozesse sowie der Anpassung und optimalen Einbindung von Technik in den Behandlungsprozess.

Die Umfrage erfolgt über einen Fragebogen (online und Papier), der auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und durch eine Fokusgruppe vorab getestet wurde. Die Umfrage ist am 15.10.2009 gestartet und endet am 15.2.2010.

Patienten und Begleitpersonen, die eine Notaufnahme in diesem Zeitraum oder bis zu zwölf Monate zuvor aufgesucht haben, können den Fragenbogen online unter www.meine-notaufnahme.de ausfüllen. Der Fragebogen kann auch telefonisch angefordert werden: Tel.: 030/314-79506, Frau Julia Gärtner, oder per E-Mail: julia.gaertner(at)awb.tu-berlin.de

Damit möglichst viele Berlinerinnen und Berliner auf den Fragebogen aufmerksam werden, laufen ab sofort Spots im Schaufenster Berlin (U-Bahnen). Auch der Krankentransportdienst des Arbeiter Samariterbundes verteilt entsprechendes Infomaterial.

Weitere Nachrichten zum Thema Notaufnahme

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
. Top-Fortbildungen
. Top-Termine
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Interviews
Die Hausärzte im Seeheilbad Büsum waren damals alles Männer im oder kurz vorm Rentenalter, ihre Einzelpraxen wollte niemand übernehmen. Um einen Zusammenbruch der medizinischen Versorgung zu verhindern, rang sich die Gemeinde dazu durch, selbst als Trägerin der örtlichen Arztpraxis aufzutreten – als erste bundesweit. In dem kommunalen Eigenbetrieb arbeiten heute fast nur junge Ärztinnen. Wie das ging und welche weiteren Modelle es gibt gegen den Ärztemangel auf dem Land, erzählt Initiator Harald Stender drei Jahre nach Gründung des Pioniermodells.