. Insekten-Allergie

Wie gefährlich ist ein Wespenstich bei Kindern?

Kinder haben ein besonders hohes Risiko, von Wespen gestochen zu werden. Ein Wespenstich bei Kindern schmerzt und juckt – aber wie gefährlich ist er und was kann man tun?
Wespenstich bei Kindern

Kinder haben ein hohes Risiko für Wespenstiche

Egal ob beim Picknick im Park, beim kleinen Snack auf dem Spielplatz oder vor der Eisdiele – Kinder sind besonders gefährdet, von Wespen gestochen zu werden. Denn sie essen häufiger als Erwachsene im Freien, und viele Nahrungsmittel ziehen Wespen an. Vor allem auf Süßes und auf Fleischprodukte fliegen die Insekten gern. Wenn das Kind dann nach der Wespe schlägt, fühlt sie sich bedroht und sticht zu.

Wenn Sie einen Wespenstich bei Kindern verhindern wollen, ist es wichtig, dass Sie und ihr Kind ruhig bleiben und nicht wild herumfuchteln. Mit langsamen Bewegungen kann man das Tier wegschieben. Oder man ergreift selbst die Flucht – am besten im Zickzack.

Limo, Eis oder Würstchen unterwegs können das Risiko für einen Wespenstich bei Kindern erhöhen. Dagegen steigt bei halbwegs geruchlosen Zwischenmahlzeiten (etwa mit Reiswaffeln oder Butterbrot und Wasser) die Chance, dass Ihr Kind in Ruhe essen kann, ohne von Wespen belästigt zu werden.

Beim Trinken stellt ein dünner Strohhalm sicher, dass nicht aus Versehen eine Wespe in den Mund kommt. Doch ein Patentrezept, mit dem Sie einen Wespenstich bei Kindern sicher verhindern, gibt es nicht.

Erste Hilfe nach einem Wespenstich bei Kindern

Ein Wespenstich rötet sich, schwillt an und schmerzt. Das sind ganz normale, an sich ungefährliche, aber sehr unangenehme Reaktionen. Nach einem Insektenstich hilft es, schnell zu kühlen. Fließendes, sauberes kaltes Wasser, feuchte Tücher oder Eiswürfel und Coolpads, die mit einem Tuch umwickelt sind, helfen. Das Kühlen kann den Schmerz lindern und hält auch die Schwellung in Grenzen. Deshalb darf es ruhig lange ausgedehnt oder bald wiederholt werden. Auch kühlende, juckreizstillende Gels mit Antihistamin können helfen.

Aus der Homöopathie ist Apis (C30) das Mittel der Wahl. Auch Bachblüten Notfall-Tropfen werden bei Wespenstichen gern eingenommen. Die Wirkung dieser Mittel ist aber nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Klagt Ihr Kind nach einem Wespenstich längere Zeit über sehr große Schmerzen, dann können Sie ihm auch ein Schmerzmittel in der altersgerechten Dosierung geben.

 

Wann ist ein Wespenstich bei Kindern gefährlich?

Gefährlich wird ein Wespenstich bei Kindern nur selten. Hat die Wespe aber in den Mund oder Rachenraum oder an den Hals gestochen, sollten Sie zur Sicherheit schnell ärztliche Hilfe suchen. Denn dann besteht die Gefahr, dass die Schwellung die Atmung beeinträchtigt und ihr Kind keine Luft mehr bekommt.

Auch bei einer Allergie gegen Insektengift kann ein Wespenstich gefährlich werden. Eine allergische Reaktion auf einen Wespenstich bei Kindern erkennen Sie an verschiedenen Symptomen. Wenn die Rötung oder rote Flecken oder Punkte am ganzen Körper, Hitze- oder Kälteschauer, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, kann es sich um eine allergische Reaktion handeln. Dann muss ihr Kind notärztlich versorgt werden, damit es keinen anaphylaktischen Schock erleidet. Ist die Wespenallergie bekannt, gibt es Notfallsets. Auch eine Hyposensibilisierung ist bei Kindern ab vier Jahren möglich.

Foto: Trueffelpix – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Allergie , Herz-Kreislauf-System
 

Weitere Nachrichten zum Thema Wespenstich bei Kindern

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Nach dem Wunsch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sollen flächendecke Fieber-Ambulanzen die Praxen entlasten, wenn die Corona-Infektionen in den Wintermonaten wieder zunehmen werden. Kinder- und Jugendärzte halten diese Idee für schädlich.
Im Vorfeld des World Health Summit sprechen Christian Drosten und Detlev Ganten über das Coronavirus im Speziellen und die globale Ausbreitung im Allgemeinen. Für den Virologen steht fest: Deutschland hat nichts besser gemacht als andere Länder. Und: Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen.
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.