Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
21.07.2017

Wie gefährlich ist ein Wespenstich bei Kindern?

Kinder haben ein besonders hohes Risiko, von Wespen gestochen zu werden. Ein Wespenstich bei Kindern schmerzt und juckt – aber wie gefährlich ist er und was kann man tun?
Wespenstich bei Kindern

Kinder haben ein hohes Risiko für Wespenstiche

Egal ob beim Picknick im Park, beim kleinen Snack auf dem Spielplatz oder vor der Eisdiele – Kinder sind besonders gefährdet, von Wespen gestochen zu werden. Denn sie essen häufiger als Erwachsene im Freien, und viele Nahrungsmittel ziehen Wespen an. Vor allem auf Süßes und auf Fleischprodukte fliegen die Insekten gern. Wenn das Kind dann nach der Wespe schlägt, fühlt sie sich bedroht und sticht zu.

Wenn Sie einen Wespenstich bei Kindern verhindern wollen, ist es wichtig, dass Sie und ihr Kind ruhig bleiben und nicht wild herumfuchteln. Mit langsamen Bewegungen kann man das Tier wegschieben. Oder man ergreift selbst die Flucht – am besten im Zickzack.

Limo, Eis oder Würstchen unterwegs können das Risiko für einen Wespenstich bei Kindern erhöhen. Dagegen steigt bei halbwegs geruchlosen Zwischenmahlzeiten (etwa mit Reiswaffeln oder Butterbrot und Wasser) die Chance, dass Ihr Kind in Ruhe essen kann, ohne von Wespen belästigt zu werden.

Beim Trinken stellt ein dünner Strohhalm sicher, dass nicht aus Versehen eine Wespe in den Mund kommt. Doch ein Patentrezept, mit dem Sie einen Wespenstich bei Kindern sicher verhindern, gibt es nicht.

Erste Hilfe nach einem Wespenstich bei Kindern

Ein Wespenstich rötet sich, schwillt an und schmerzt. Das sind ganz normale, an sich ungefährliche, aber sehr unangenehme Reaktionen. Nach einem Insektenstich hilft es, schnell zu kühlen. Fließendes, sauberes kaltes Wasser, feuchte Tücher oder Eiswürfel und Coolpads, die mit einem Tuch umwickelt sind, helfen. Das Kühlen kann den Schmerz lindern und hält auch die Schwellung in Grenzen. Deshalb darf es ruhig lange ausgedehnt oder bald wiederholt werden. Auch kühlende, juckreizstillende Gels mit Antihistamin können helfen.

Aus der Homöopathie ist Apis (C30) das Mittel der Wahl. Auch Bachblüten Notfall-Tropfen werden bei Wespenstichen gern eingenommen. Die Wirkung dieser Mittel ist aber nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Klagt Ihr Kind nach einem Wespenstich längere Zeit über sehr große Schmerzen, dann können Sie ihm auch ein Schmerzmittel in der altersgerechten Dosierung geben.

 

Wann ist ein Wespenstich bei Kindern gefährlich?

Gefährlich wird ein Wespenstich bei Kindern nur selten. Hat die Wespe aber in den Mund oder Rachenraum oder an den Hals gestochen, sollten Sie zur Sicherheit schnell ärztliche Hilfe suchen. Denn dann besteht die Gefahr, dass die Schwellung die Atmung beeinträchtigt und ihr Kind keine Luft mehr bekommt.

Auch bei einer Allergie gegen Insektengift kann ein Wespenstich gefährlich werden. Eine allergische Reaktion auf einen Wespenstich bei Kindern erkennen Sie an verschiedenen Symptomen. Wenn die Rötung oder rote Flecken oder Punkte am ganzen Körper, Hitze- oder Kälteschauer, Schweißausbrüche, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, kann es sich um eine allergische Reaktion handeln. Dann muss ihr Kind notärztlich versorgt werden, damit es keinen anaphylaktischen Schock erleidet. Ist die Wespenallergie bekannt, gibt es Notfallsets. Auch eine Hyposensibilisierung ist bei Kindern ab vier Jahren möglich.

Foto: Trueffelpix – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Allergie , Herz-Kreislauf-System
 

Weitere Nachrichten zum Thema Wespenstich bei Kindern

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.


Die einen werden kleingemacht, die anderen gepampert: „Toxische Führung“ in der Arbeitswelt kann Belegschaften spalten und schadet auch den Unternehmen. So paradox es klingt: Vom Chef oder von Vorgesetzten anderen gegenüber offen bevorzugt zu werden, kann für Mitarbeiter unerträglich werden und sie in die Kündigung treiben. Das zeigt eine Studie der privaten „Kühne Logistics University“.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin