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WHO: Impfgegner sind globale Bedrohung

Impfgegner sind nach Ansicht der WHO eine Bedrohung für die globale Gesundheit, genau wie Ebola, HIV und Antibiotikaresistenzen. Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm und warnt unter anderem vor der Ausbreitung von Masern.
Impfgegner, Weltgesundheit

Impfgegner sind eine Gefahr für die Weltgesundheit, sagt die WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste mit globalen Gesundheitsbedrohungen veröffentlicht. Unter den Top Ten: Die Weigerung, sich impfen zu lassen – ergo Impfgegner.

Impfungen verhindern weltweit pro Jahr rund zwei bis drei Millionen Todesfälle. Weitere 1,5 Millionen könnten nach Ansicht der Who verhindert werden, wenn mehr Menschen geimpft würden.

Masern um 30 Prozent gestiegen

Masern zum Beispiel sind zuletzt weltweit um 30 Prozent angestiegen. Die WHO räumt zwar ein, dass die Gründe dafür komplex seien und man nicht alles den Impfggnern in die Schuhe schieben könne. Doch in Ländern, in denen Masern fast ausgerottet waren, steigen die Erkrankungszahlen wieder an.

Deutschland wird zwar nicht ausdrücklich genannt, befindet sich aber auch unter den schwarzen Schafen. So gab es laut Robert Koch-Institut 2017 dreimal mehr Masernfälle als im Vorjahr – und immer wieder kommt es zu regionalen Masernausbrüchen. Ein Grund sind die großen Impflücken unter Impfverweigerern sowie eine zunehmende Impfmüdigkeit in der Bevölkerung. 

Hinzukommt, dass vor allem die zweite Masernimpfung häufig zu spät oder gar nicht erfolgt. Die aber ist wichtig, um immun gegen das hoch ansteckende Virus zu sein. Besonders die Jahrgänge ab 1970 sind oft nicht immunisiert. Der Grund: Als in den Siebzigerjahren die Masern-Impfung eingeführt wurde, wusste man noch nicht, dass eine Auffrischungsimpfung notwendig ist. Trotz Impfung sind diese Personengruppen also ohne ausreichenden Impfschutz. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten überhaupt. Die Viren können zu einer Gehirnhautentzündung führen, die tödlich endet. Die von der WHO empfohlene Durchimpfungsrate von 95 Prozent wird in Deutschland nicht erreicht.

 

Weitere globale Gesundheitsbedrohungen sind laut WHO:

  • 1.      Luftverschmutzung und Klimawandel
  • 2.      Nicht übertagbare Volkskrankheiten wie Diabetes, Krebs
    und Herz-Kreislauferkrankungen.
  • 3.      Grippe-Pandemien
  • 4.      Antibiotikaresistenzen
  • 5.      Krisenregionen und Kriegsgebiete
  • 6.      Länder mit schwachen Gesundheitssystemen
  • 7.      Ebola und andere hochpathogene Keime
  • 8.      Dengue-Fieber
  • 9.      HIV

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Autor: ham
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