. Leberentzündung

WHO hofft auf Elimination von Hepatitis

Noch ist das Ziel weit entfernt: die weltweite Elimination von Hepatitis. Dennoch glaubt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass dies eines Tages Realität werden kann. Das meldet die Organisation anlässlich des diesjährigen Welt-Hepatitis-Gipfels in Sao Paolo.
Leberentzündung

Die WHo will Hepatitis bis 2030 ausrotten

Alleine in Deutschland sind Hunderttausende Menschen von Hepatitis B oder C betroffen, weltweit zwischen 300 und 400 Millionen. Aber auch bei anderen Hepatitis-Formen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen. So ist es erst kürzlich in Berlin zu einem – wenn auch vergleichbar kleinen – Hepatitis-A-Ausbruch gekommen. Betroffen waren vor allem Männer, die mit Männern sexuell verkehren. Und in Europa werden immer mehr Fälle von Hepatitis E gemeldet, die vor allem auf den Verzehr von rohem Schweinefleisch zurückzuführen sind. Eines der Hauptprobleme: Da die Leber kaum Symptome sendet, bleiben die Erkrankungen häufig lange unbemerkt.

Hepatitis soll bis 2030 eliminiert sein

Dennoch sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunehmend Erfolge im Kampf gegen Hepatitis. Das meldet sie anlässlich des diesjährigen Welt-Hepatitis-Gipfels in Sao Paolo. So habe in den vergangenen zwei Jahren eine Rekordzahl von knapp drei Millionen Menschen Zugang zu Medikamenten gegen Hepatitis C bekommen. Rund 2,8 Millionen seien seit 2016 wegen einer Hepatitis B behandelt worden. Nach Ansicht von Gottfried Hirnschall, Leiter des HIV- und Hepatitis-Programms der WHO, nähren diese Ergebnisse die Hoffnung, dass die Eliminierung von Hepatitis Realität werden kann“, sagte. Dennoch sei man jetzt noch weit von diesem Ziel entfernt, betont der Präsident der Welt-Hepatitis-Allianz, Charles Gore.

Bis zum Jahr 2030 sollen zumindest Hepatitis B und C, die häufigsten Formen mit den meisten Todesfällen, eliminiert sein. Über 190 Mitgliedsstaaten der WHO haben sich verpflichtet, der Virushepatitis sys­te­matisch im eigenen Land den Kampf anzusagen. Auch Deutschland beteiligt sich mit verschiedenen Kampagnen an der Strategie.

Hepatitis kann zu Leberkrebs führen

Hepatitis kann zur Zirrhose und zu Leberkrebs führen. An den Spätfolgen von Hepatitis B und C sterben weltweit etwa 1,5 Millionen Menschen pro Jahr. Gegen Hepatitis C gibt es bisher keinen schützenden Impfstoff, dafür ist sie dank neuer Medikamente heutzutage sehr häufig heilbar. Bei chronischer Hepatitis B ist dies nicht der Falls, doch gegen sie gibt es einen wirksamen Impfstoff, genauso wie gegen Hepatitis A. Hepatitis D können nur Menschen bekommen, die schon mit Hepatitis B infiziert sind. Hepatitis E verläuft häufig schwer; eine Therapie dagegen existiert zurzeit nicht.

Foto: © 7activestudio - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Infektionskrankheiten , Impfen , Hepatitis , Hepatitis A , Hepatitis B , Hepatitis C

Weitere Nachrichten zum Thema Hepatitis

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Brasilien verzeichnet den größten Gelbfieber-Ausbruch seit 30 Jahren. Jetzt hat die WHO auch Sao Paulo zum Risikogebiet erklärt. Reisende sollten sich unbedingt impfen lassen.
Im Rahmen einer Chemotherapie treten bei den Patienten häufig Neuropathien an Händen und Füßen auf. Nicht selten bleiben diese noch Jahre nach der Behandlung bestehen und können sogar zu einem erhöhten Sturzrisiko führen.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Kliniken
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.