. Exponate aus der Krankenpflege

WHO CARES?

Mit der Ausstellung "WHO CARES? Geschichte und Alltag der Krankenpflege" eröffnet das Medizinhistorische Museum der Charité erstmals umfassende Einblicke in die Geschichte der Krankenpflege. Besucher können "WHO CARES?" noch bis zum 8. Januar 2012 in Berlin-Mitte sehen, danach gehen die Exponate in Deutschland auf Wanderschaft.
Sonderausstellung zur Krankenpflege

chwestern-Speisezimmer an der Charité um 1910 (Foto: © Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité)

 

 

In der historischen Forschung zum Gesundheitswesen stellt die Geschichte der Krankenpflege bis heute ein Randthema dar. Die Ausstellung "WHO CARES?" ermöglicht erstmals eine geschichtliche Sicht auf das Thema Krankenpflege, sie zeigt interessante Einblicke in die lange und verzweigte Entwicklung der stationären Krankenpflege. Zum Teil erstmals ausgestellte Fotos und Objekte veranschaulichen Aspekte der Krankenpflege ab 1800, der Kriegskrankenpflege oder der Krankenpflege in den beiden deutschen Staaten. So wird der Besucher auch in den heutigen Alltag auf Station geführt: Sichtbar werden grundsätzliche Hilfestellungen, wie beispielsweise die Körperpflege und Ernährung, aber auch Pflegemassnahmen wie ein Verbandswechsel oder die Darreichung von Medikamenten.

Ausstellung: Achtung und Mitspracherecht in der Pflege

Die Kuratoren greifen damit ein aktuelles Thema auf: Seit Monaten findet in Deutschland eine intensive Diskussion über die Zukunft der Pflege und der Pflegeberufe statt. Der Bedarf nach Pflege und nach Pflegekräften in Krankenhäusern, aber auch in der Altenpflege steigt. Nach Einschätzung von Pflegeverbänden kommt den Pflegeberufen bis heute nicht die nötige Anerkennung zu. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Pflegekräfte wie Ausbildung, Arbeitsbedingungen und berufliche Perspektiven stehen auch auf der Reformagenda der Bundesregierung. Ein "roter Faden", der sich nach Meinung von Prof. Dr. Thomas Schnalke, Direktor des Museums, aus der Geschichte bis in die Gegenwart zieht: "Bis heute ringt die Krankenpflege hierzulande um die ihr gebührende Achtung und Mitsprachemöglichkeit im Gesundheitswesen."

Pflege, ein Thema für ein breites Publikum

Mit der Ausstellung wollen die Kuratoren nun das Thema Pflege einem breiten Publikum zugänglich zu machen und möglichst lange in der öffentlichen Wahrnehmung präsent halten.

Zur Ausstellung gibt es ein Begleitbuch mit dem Titel "WHO CARES? Geschichte und Alltag der Krankenpflege". Es ist an der Museumskasse und über die Internetseite des Berliner Medizinhistorischen Museums zum Preis von 19.90 EUR käuflich zu erwerben.

http://www.bmm.charite.de/books/literatur/WhoCares.html

Das Museum befindet sich auf dem Charité Campus Mitte, Charitéplatz 1, 10117 Berlin.

Hauptkategorie: Pflege

Weitere Nachrichten zum Thema Pflege

| Pflegebedürftigkeit ist für viele Menschen mit Scham verbunden. Wie Pflegebedürftige und pflegende Angehörige im Alltag damit umgehen können, zeigt jetzt ein neuer Ratgeber.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Hundertjährige sind in ihren letzten Lebensjahren gesünder als gedacht. Das haben Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin gezeigt. Ihrer Studie zufolge haben Menschen, die im Alter von einhundert Jahren und älter verstarben, weniger Erkrankungen als denjenigen, die zwischen 80 und 99 Jahren starben.
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin, Akademisches Lehrkrankenhaus, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Die Berichterstattung über Methadon als Krebsmittel weckt große Hoffnungen. Doch wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn Ärzte ein Medikament außerhalb des Zulassungsbereichs (Off-Label) verschreiben? Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Medizinrechtler Prof. Dr. Christian Dierks gesprochen, welche Risiken Ärzte eingehen und ob Patienten einen Anspruch auf einen individuellen Heilversuch mit Methadon haben.
Kinder, Job – und Reha? Mit der „Berufsbegleitenden Rehabilitation“ passt alles unter einen Hut, meint Christoph Gensch von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Interview verrät der Reha-Experte, was es mit dem neuen Modellprojekt auf sich hat.