Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
14.01.2020

Wer viel Tee trinkt, lebt gesünder

Mindestens dreimal in der Woche Tee zu trinken, ist mit einem längeren und gesünderen Leben verbunden, das besagt eine chinesische Studie. Das gilt besonders für grünen Tee.
grüner tee

Grüner Tee emthält gesundheitsfördernde Polyphenole

Mindestens dreimal in der Woche Tee zu trinken, ist mit einem längeren und gesünderen Leben verbunden, das besagt eine chinesische Studie, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde.

Der gewohnheitsmäßige Teekonsum ergab ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Todesfälle, so Erst-Autor Dr. Xinyan Wang von der Chinesischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften in Peking. Die günstigsten Auswirkungen hatte dabei der grüne Tee.

Wer viel Tee trinkt, lebt gesünder

Die Analyse umfasste 100.902 Teilnehmer des China-PAR-Projekts2, die in der Vorgeschichte weder an Herzinfarkt, Schlaganfall noch an Krebs litten. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt: gewohnheitsmäßige Teetrinker (dreimal oder öfter pro Woche) und diejenigen, die weniger als dreimal pro Woche Tee trinken.Sie wurden im Schnitt nach 7,3 Jahren nachuntersucht.

Ein Ergebnis: Wer viel Tee trinkt, lebt gesünder. 50-jährige gewohnheitsmäßige Teetrinker entwickeln 1,41 Jahre später eine koronare Herzkrankheit oder einen Schlaganfall und leben 1,26 Jahre länger als diejenigen, die nie oder selten Tee tranken.

Geringeres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle

Verglichen mit denen, die nie oder selten Tee tranken, haben gewohnheitsmäßige Teekonsumenten ein um 20 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle, ein um 22 Prozent geringeres Risiko für tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle und ein um 15 Prozent niedrigeres Sterbe-Risiko.

In einer kleineren Auswahl von 14.081 Teilnehmern wurden die beiden Teetrinker-Gruppen nach 8,2 Jahren und dann noch einmal nach 5,3 Jahren untersucht. Gewohnheitsmäßige Teetrinker, die in beiden Umfragen ihre Gewohnheit beibehielten, hatten ein um 39 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle, ein um 56 Prozent geringeres Risiko für tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle und ein um 29 Prozent geringeres Sterbe-Risiko im Vergleich zum Nie- oder Wenigtrinker.

 

Warum grüner Tee besonders gesund ist

In einer Unteranalyse nach Teesorten wurde das Trinken von grünem Tee mit einem um circa 25 Prozent geringeren Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle, tödliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle sowie den Tod aus allen Ursachen in Verbindung gebracht.

Hintergrund: Grüner Tee ist so gesund, weil er viele Polyphenole enthält, die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Dyslipidämie schützen. Schwarztee ist vollständig fermentiert. Während dieses Prozesses werden Polyphenole zu Pigmenten oxidiert und können ihre antioxidative Wirkung verlieren.

Milch beeinträchtigt die positive Wirkung

Zweitens wird schwarzer Tee oft mit Milch serviert, was nach früheren Untersuchungen die positiven Auswirkungen des Tees auf die Gefäßfunktion auf die Gesundheit beeinträchtigen kann. In der Studienpopulation konsumierten 49 Prozent der gewöhnlichen Teetrinker am häufigsten grünen Tee, nur 8 Prozent bevorzugten schwarzen Tee.

Foto: Sph/adobe.com

Hauptkategorie: Umwelt und Ernährung
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Grüner Tee
 

Weitere Nachrichten zum Thema Grüner Tee

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten


Noch nie haben sich in Deutschland so viele Menschen nach Zeckenbissen im Grünen mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) angesteckt wie 2020 – und Experten befürchten eine weiter steigende Tendenz. Neu ist: Die nur durch Zecken übertragene und im schlimmsten Fall tödliche Form der Hirnhautentzündung wandert Richtung Norden – und tritt in der Natur verstärkt in größeren Höhen auf.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin