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14.04.2021

Wer sich gesund ernährt, schläft besser

Wer spät am Abend viel und Schweres isst, schläft schlecht – und umgekehrt. Das ist bekannt. Eine Studie aus den USA an über 400 Frauen zeigt jetzt: Nicht nur der Zeitpunkt des Essens ist entscheidend, sondern auch die grundsätzliche Auswahl. Wer sich also konsequent gesund ernährt, kann dauerhaft leichter ein- und besser durchschlafen.
Mann kuschelt sich in weiß überzogenem Bett an einen aufblasbaren Reifen in Form eines Donuts mit farbigem Zuckerstreusel.

Wer sich von ungesunden Dingen wie Donuts, Pizza und Schokoriegel ernährt, schläft schlechter. Experten sagen: Eine konsequente gesunde Ernährung ist dagegen das beste Mittel für einen erholsamen Schlaf – und dabei ein sanftes.

Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte: Wer sich gesund ernährt, schläft besser – und ist überdies noch schlanker. Diesen Zusammenhang bestätigt eine Studie aus den USA, die jetzt im Fachmagazin „International Journal of Obesity“ (obesity = Fettleibigkeit/Adipositas) erschienen ist. „Unsere Studien zeigen, dass Menschen, die mehr Ballaststoffe, weniger Zucker und weniger Fettsäuren essen, nachts besser schlafen", sagt Wissenschaftlerin Marie-Pierre St-Onge vom Institut für Menschliche Ernährung an der Columbia University im Kundenmagazin „Apotheken Umschau".

Wenig Schlaf – mehr Lust auf Pizza, Donuts, Schokoriegel

In einer Studie mit über 400 US-amerikanischen Frauen fand die Wissenschaftlerin heraus: Diejenigen, die sich an der mediterranen Küchen orientierten, konnten leichter ein- und insgesamt besser durchschlafen. Wer aber zu wenig schläft, tendiert zugleich verstärkt zu Übergewicht – ein möglicher Teufelskreis.  Der Studie zufolge haben Menschen, die kürzer geschlafen haben, mehr Lust auf ungesundes Essen wie Salamipizza, Donuts oder Schokoriegel – was die Nachtruhe noch mehr beeinträchtigt. Die Folgen können fatal sein: Schlafmangel lässt das Risiko für Typ-2-Diabetes ansteigen und begünstigt außerdem Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Erlaubter Gute-Nacht-Snack: Naturjoghurt und Walnüsse

US-Wissenschaftlerin St-Onge rät dazu, sich so zu ernähren, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu stark schwankt. Das bedeutet unter anderem, drei Hauptmahlzeiten am Tag einzunehmen und dazwischen nicht ständig zu snacken oder zuckerhaltige Getränke zu konsumieren. Denn so bleibt der Blutzuckerspiegel eher stabil und das wird wiederum mit einem besseren Schlaf verknüpft. Ihr Tipp: Wer spät am Abend noch einmal Hunger bekommt, sollte noch eine Kleinigkeit essen, weil es sonst Probleme beim Ein- und Durchschlafen geben könnte. Ein geeigneter Gute-Nacht-Snack: ein Schälchen Naturjoghurt und dazu eine Handvoll Walnüsse.

Mediterrane Küche fördert den Schlaf

„Sehr gut belegt ist, dass wer wenig schläft im Schnitt mehr wiegt und mit größerer Wahrscheinlichkeit übergewichtig ist. Denn wenn man unausgeruht ist, greift man häufiger zu ungesundem Essen mit viel Fett und Zucker“, sagt Marlen Schernbeck, Ernährungsexpertein bei der Apotheken Umschau. „Im Umkehrschluss deuten einige Studien darauf hin, dass es beim Abnehmen helfen kann, auf ausreichend Schlaf zu achten." Schlaffördern sei insbesondere eine mediterrane Ernährungsweise. Das bedeutet konkret: viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte und Fisch. „Wer sich so ernährt, konnte laut Studien leichter einschlafen und insgesamt besser durchschlafen", sagt Schernbeck weiter. Um abends besser einschlafen zu können, empfiehlt es sich auch, ab der Mittagszeit Koffein zu meiden.

Foto: AdobeStock/vladorlov

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Hauptkategorie: Umwelt und Ernährung
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